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Frustration Archives - Otmar Jenner

Das Ende der Raserei

By Food for thought

Die 70er Jahre waren funky – trotz Vietnamkrieg, Richard Nixon, Baader-Meinhof und Khomeini als Ausklang.

Die 80er begannen mit einem Marschrhythmus als Auftakt, nämlich dem russischen Einmarsch in Afghanistan und der Stationierung von Marschflugkörpern in Europa, steigerten sich zur Kakophonie der amerikanischen Iran-Kontra-Affäre und endeten mit Punk, Null Bock und dem Fall der Mauer.

Die 90er brachten Nirwanas „Nevermind“, das Ende der Apartheid, den Zusammenbruch der Sowjetunion, eine Wende im grenzüberschreitenden Stolperschritt, das angebliche Ende der Geschichte und die Erkenntnis, dass die Geschichte auch ohne Eisernem Vorhang weitergeht – zwangsläufig. Zum Beispiel mit dem zweiten Golfkrieg und dem Krieg in Jugoslawien. Die Töchter und Söhne der 90er Jahre begriffen, dass für sie, verglichen mit ihren Eltern, wenig zu verdienen war. Umso mehr berauschten sie sich an der Hoffnung auf ewigen Spaß und feierten trotzig gegen das drohende Ende ihrer Mittel an.

2000 startete mit dem Maschinengewehr-Rap von Eminem, einem schlechten Beigeschmack namens Bushido, dem Alleingang von Robbie Williams und der ernüchternden Erkenntnis, dass jede Party einmal enden muss. Fragte sich nur noch, wie. Die Antwort kam angeflogen. Und krachte am 11. September 2001 in die Zwillingstürme des World Trade Centers, Symbol westlichen Wohlstands und Wachstums.

2007/2008 dann der nächste Schlag ins Kontor: die Pleite der Lehmann Brothers. Banker, die Aktenordner aus Büros schleppten und Beyoncé, die mit „Irreplaceable“ der Frage nachging: Wo stelle ich nun was hin?
Mit dem Beginn der Wirtschaftskrise bebt weltweit der Boden – nicht nur auf dem Finanzparkett der Börsen. Kanye West wirkt zum Jahreswechsel 2008/2009 „Paranoid“ und sendet „Nightmares“ auf Autotune um die Welt. Doch die erholt sich schnell und die Welle der Erschütterung verebbt. Noch höhere Boni werden ausgezahlt. Der Hunger derjenigen, die horten wollen, bevor die nächste Verknappung kommt. Von Neubesinnung und Kurskorrektur keine Spur! Und erneut hebt die Wirtschaft ab zu weiteren Höhenflügen! Ein Hoch auf die Zahlen wie in alten Zeiten!

Jetzt sind sie natürlich im freien Fall, und es klingt nach einem Paukenschlag vorm Abgesang.

Angenommen, die gesamte Menschheit sitzt gemeinsam in einem Auto. Seit den 50er Jahren nimmt das Auto Fahrt auf. Beschleunigt in den 60er und 70er Jahren, dreht Ehrenrunden in den 80ern und 90ern, bremst kurz zur Jahrtausendwende, stoppt 2001 für eine Trauerminute, bremst wieder 2007, doch rauscht 2008 ins Jahr 2009, um 2010 wieder richtig Gas zu geben und 2011 bis 2018 full speed zu fahren. Direkt auf eine Wand zu.

Ein Mädchen stellt sich aus Protest in den Weg. Sie hält ein Stoppschild hoch und spricht deutliche Worte. Die sollen zum Innehalten anregen, doch die Menschheit stellt sich taub und rast einfach an ihr vorbei, weiter und immer weiter in Richtung Wand.

Was hören wir nun? Quietschende Reifen und die gläsernen Töne von Billie Eilish und Aurora.

Die Insassen im Auto halten sich aneinander fest. Wie zur gegenseitigen Bestätigung, dass sie die Könige der Straße sind und damit die Herren der Welt. Jeder von ihnen kennt die Wand und weiß, woraus sie besteht. Entfesselter Kapitalismus, fortschreitender Klimawandel, zunehmende Armut heißen die grundlegenden Bestandteile. Ignoranz ist der Mörtel, der alles zusammenhält. Abzubremsen wäre dringend gefordert. Doch die Insassen im Auto drücken stattdessen noch aufs Gaspedal.

Wer jetzt denken würde, er oder sie säße nicht mit im Auto, weil die Greta ja recht hat, der könnte sich jetzt ehrlich fragen: Bin ich wirklich ausgestiegen oder bilde ich mir das womöglich nur ein?

Tatsächlich fährt das Auto immer noch. Nicht mehr ganz so schnell wie zuvor, weil majestätisch ausgebremst. Corona, die mikroskopische Queen, regiert jetzt weltweit. Und nun überlegen die Insassen in dem Auto Menschheit, wie sie diese Krone linker Hand liegen lassen und möglichst schnell rechts umfahren können – direkt auf die Wand zu.

Das Gebot der Stunde wäre, anzuhalten, auszusteigen und zu Fuß weiterzugehen. Oder ein Fahrrad zu nehmen.

Was geschieht wohl, wenn wir uns weigern?

Womöglich erklingt dann Simon & Garfunkels “The sound of silence” in einer modernen Version: “Hello darkness, my old friend …”

Die Zivilisation, so wie wir sie hatten, beschleunigt auf Hochgeschwindigkeit, fährt unsere Zukunft an die Wand – wenn wir nicht aussteigen. Jetzt, nachdem wir durch die virale Verlangsamung gelernt haben, dass das geht.

Dies ist die Chance dieser Tage. Ja, ich bin optimistisch, dass es eine Zeitenwende ist.

Umso mehr, als wir uns dessen bewusst sind.

Bleiben Sie gesund! Alles Liebe!

Ihr – Otmar Jenner

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I wie Impfen

By Food for thought

In den Zeiten an- und abschwellender viraler Erregung gerät Manches in Vergessenheit, wird Einiges verzerrt. Beispielsweise die sogenannte Impfdebatte. In den Foren läuft sie gerade heiß. Daher ein paar Fakten und Überlegungen dazu.

Kurz vor der Jahrtausendwende gelang kanadischen Mikrobiologen ein bahnbrechendes Experiment. Die Wissenschaftler entnahmen dem hochgefährlichen Ebola-Erreger einige Gensequenzen und fügten diese in den Code eines vormals harmlosen Virus ein. Mit diesem genetisch veränderten Virus infizierten sie Mäuse. Die Wissenschaftler erwarteten, dass die Tiere sterben. Taten sie aber nicht. Tatsächlich waren die infizierten Mäuse nun gegen Ebola immun.
2005 resultierte aus dieser Forschung ein Impfstoff gegen Ebola. Doch weil es zu der Zeit keinen Ebola-Ausbruch gab, ruhte die weitere Entwicklung. Bis 2013. Dem Jahr, in dem in Guinea, Liberia und Sierra Leone die Seuche erneut ausbrach. Dieser bisher massivste Ausbruch von Ebola (an dem mehr als 11.000 Menschen starben) wäre wohl zu verhindern gewesen, wenn die Weiterentwicklung des Impfstoffes zeitig vorangetrieben worden wäre.

Die Entwicklung eines Vakzins kostet Zeit. Nach erfolgreichen Tierversuchen beginnen Tests an Menschen. Sie werden in drei klinische Phasen unterteilt.
In der Phase I wird einer kleinen Gruppe von jungen und gesunden Personen der Impfstoff verabreicht, um die generelle Verträglichkeit zu prüfen.
In Phase II nimmt eine deutlich größere Gruppe von Probanden teil. Diesmal auch Personen mit ausgewählten Vorerkrankungen, einer Immunschwäche etwa, sowie ältere Menschen. Wieder soll die generelle Unbedenklichkeit des Impfstoffs nachgewiesen, darüber hinaus aber auch eine Immunreaktion ausgelöst und die Dosierung getestet werden. Außerdem wird die Wirksamkeit des Wirkstoffs in einem Doppelblindversuch überprüft. Dafür bekommt eine Gruppe den Impfstoff verabreicht und eine zufällig ausgewählte Kontrollgruppe ein Placebo.
In der Phase III dann wird der Wirkstoff an mehreren hundert bis tausend Probanden getestet. Wieder soll die Wirksamkeit bestätigt werden. Auch im Vergleich zu möglicherweise anderen, bereits vorhandenen Impfstoffen. Wieder werden zusätzliche Doppelblindversuche durchgeführt.

Phase I dauert mindestens 3 Monate. Phase II und III zusammengenommen mehr als ein Jahr. Bis 2013 und dem Ausbruch von Ebola. Der Impfstoff gegen Ebola durchlief innerhalb von nur 10 Monaten die Phasen I bis III und war ab mitte 2015 für den weltweiten Einsatz zugelassen.

Was könnte dies für Impfungen gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2 bedeuten?

An über 86 Impfstoffen zur Bekämpfung von Covid-19 wird derzeit geforscht. Einem chinesischen Biotech-Unternehmen gelang es in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Militär bereits, einen Wirkstoff in der Phase I so erfolgreich zu testen, dass die Phase II beginnen kann. Für diese Phase werden derzeit Freiwillige in Wuhan gesucht. Amerikanische und britische Einrichtungen testen Wirkstoffe in der Phase I. Ebenso das Mainzer Unternehmen Biontech. Mediziner und Mikrobiologen diskutieren nun, ob die Testphasen abgekürzt werden könnten, indem etwa gesunde, mit einem „Test“-Wirkstoff geimpfte Freiwillige absichtlich einer Infektion mit SARS-CoV-2 ausgesetzt werden.

Welcher Wirkstoff schließlich das Rennen macht, bleibt abzuwarten. Möglich wäre ein abgeschwächter Lebendimpfstoff (wie der gegen Mumps, Masern, Röteln), ein (inaktiver) Totimpfstoff (wie der gegen Kinderlähmung oder saisonale Grippe) oder ein Impfstoff aus Antigenen (wie der gegen Hepatitis-B).
Die chinesischen Forscher testen einen Totimpfstoff. Das amerikanische Biotech-Unternehmen Codagenix forscht an „veränderten“ Lebenderregern. Ebenso das Jenner Institute im britischen Oxford. Der dort entwickelte Impfstoff hAdOx1 nCoV-19 soll nach erfolgreichen Tierversuchen nun an 6.000 Personen getestet werden. Zeitgleich hat Adar Poonawalla, Inhaber und Leiter des Serum Institute of India, einer der weltweiten Großproduzenten für Impfstoffe, bekannt gegeben, hAdOx1 nCoV-19 trotz fehlender staatlicher Freigabe auf eigenes Risiko in die Massenproduktion zu geben und bis zum September diesen Jahres 40 bis 50 Millionen Dosen davon herzustellen.

Tot- wie auch Lebendimpfstoff in den weltweit notwendigen Mengen zu produzieren, überfordert derzeit allerdings die verfügbaren Herstellungskapazitäten.

Umso mehr ruhen die Hoffnungen auf Covid-19-Antigenen. Bis vor wenigen Jahren konnten sie ausschließlich aus Blut gewonnen werden. Heute ist eine Großproduktion mittels Gentechnik möglich. Mit dieser Variante ließe sich wahrscheinlich innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit ein Impfstoff in den weltweit erforderlichen Mengen herstellen. Auf diesem Weg sind die Mainzer mit einem RNA-Impfstoff.

Selbst die optimistischste Variante kostet Zeit. Noch knapp 18 Monate bis zur Bereitstellung für den weltweiten Bedarf, prognostiziert die Bill und Melinda Gates-Stiftung, die Milliarden von US-Dollars für Impfkampagnen ausgegeben hat. Also bis zum Ende des nächsten Sommers. Doch schon jetzt warnen Impfgegner davor. Petitionen gegen eine staatlich verordnete Impfpflicht werden in Rundmails verschickt. Ob ich unterschreiben will?

Ich verstehe die Vorbehalte gegen eine Impfpflicht.

Erstens, weil angeordnete Impfungen ganzer Bevölkerungen einen gravierenden Eingriff in das individuelle Selbstbestimmungsrecht wie auch das Recht auf körperliche Unversehrtheit bedeuten und somit als Verletzung des 2. Artikels des Grundgesetztes angesehen werden können.
Zweitens, weil Impfungen das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen beinhalten. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich. Was für den Einen gut verträglich ist, kann sich für den Anderen als leidvoll erweisen. So gut geprüft ein Mittel auch sein mag – ein Restrisiko bleibt. Bei aller Hoffnung auf einen erlösenden Impfstoff gegen das neue Corona-Virus – mögliche Nebenwirkungen sind ein Dämpfer.

Dann also doch eine Unterschrift unter die Petition, könnte man jetzt denken: Nein zur Impfpflicht für alle!

Ich kenne Heilpraktiker, die sich vehement dafür einsetzen. In ihren Praxen behandeln sie Patienten, die unter den Folgen von Impfungen leiden, manche davon schwerwiegend.
Befürworter einer Impfpflicht, gegen Masern etwa, streiten dies nicht ab, betonen aber, dass die Bevölkerung insgesamt, wenn auch nicht zu hundert Prozent, von den Impfungen profitiert.

Angenommen, Menschen wären Computer und SARS-CoV-2 wäre ein Computervirus – klar würden wir uns durch Antivirensoftware schützen, klar würden wir die Virusdefinitionen ständig updaten, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben, und Firewalls gegen Ansteckung würden wir sicherheitshalber auch errichten. Kaum jemand würde ernsthaft raten: Lasse all das besser weg, damit es dir besser geht. Bleibe ganz offen und ungeschützt. Das ist deine gesündeste Wahl.

Falls Covid-19 eine systemische Erkrankung ist (wofür aktuelle Untersuchungen sprechen), denn das neue Coronavirus greift beispielsweise auch die Gefäße an (was Multiorganversagen in dem Zusammenhang besser erklären würde),
– dann wäre der Vergleich mit einer „gewöhnlichen“ Grippe irreführend.
– dann ist der Erreger SARS-CoV-2 ein ernstzunehmenderer Angreifer gegen das Betriebssystem Mensch und Menschheit.
– dann wäre eine möglichst effektive wie auch schnelle weltweite Eindämmung ratsam (mit Ausnahmeregeln für besonders belastete Personen, die auf einen Impfstoff allergisch reagieren könnten).

Der englische Arzt Edward Jenner erfand 1796 die Impfung gegen Pocken und beendete damit eine rund 3000-jährige Leidensgeschichte. Inzwischen gelten die Pocken als weltweit ausgerottet. Den Sinn dieser Impfung rückblickend anzuzweifeln, würde wohl kaum jemandem einfallen. Segensreich wäre es, die Welt auch von Malaria, dem Denguefieber, Hepatitis und HIV zu befreien.

Mit der Erderwärmung und damit einhergehenden Verschiebungen von Klimazonen werden sich alte und neue Erreger und Krankheiten ausbreiten, nehmen Krisenforscher an. Diese Gefahr wird jenseits des Fachpublikums kaum wahrgenommen. Sowenig, wie anfänglich auch der Ausbruch von Covid-19 in China im westlichen Teil der Welt.

Ich habe mich noch nie gegen Grippe impfen lassen. Gegen das neue Coronavirus würde ich mich impfen lassen (sofern bei mir dann noch keine Antikörper nachweisbar sind). Allein schon, weil eine Impfung nicht nur mich schützen würde.

Überlegungen aus der Innerlichkeit, aufgehellt durch einen selten klaren Himmel über Berlin und spürbar sauberere Luft.

Alles Liebe! Bleiben Sie gesund!

Ihr – Otmar Jenner

Quelle: The Economist u.a.

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Schöne neue Monarchie

By Food for thought

Die Krönung hat stattgefunden. La corona (Italienisch/Spanisch/Katalanisch) – die Krone, sie sitzt und passt irgendwie. Zunehmend auf mehr Köpfe der Menschheit. Und die ganze Welt trägt mit. An den Folgen jedenfalls.

Doch ist die Welt nun König und die Menschheit die Königin?

Das darf bezweifelt werden. Für eine gewisse Zeit schien es, als hätte sich der Virologe Christian Drosten vom Robert-Koch-Institut selbst zum Herrscher der Deutungshoheit gekrönt. Dann wurde ihm die Bürde wohl zu schwer und er reichte die Krone an die Kanzlerin weiter. Die regiert nun mit Direktiven wie eine Königin, möchte aber nicht als Hoheit angesprochen werden. Will ja als eine aus dem Volk erscheinen.

Eine seltsame Zeit, in der eine Krönung stattgefunden hat, aber die royalen Verdächtigen nicht König oder Königin genannt werden wollen und auch nicht als solche in Erscheinung zu treten wünschen. Eine seltsame Zeit, die offiziell noch als Demokratie mit vorübergehenden Beschränkungen bezeichnet wird, obgleich womöglich schon eine Form von Feudalismus herrscht.

Das Logo der mexikanischen Corona-Brauerei. Passt so gut zum Text, dass ich es hier verwenden musste. Das Bier kann aber nichts für das Virus. Schmeckt umso köstlicher in diesen königlichen Zeiten.

Aber nein, mein Lieber!, höre ich schon den Widerspruch. Wie kannst du so etwas sagen? Ist zu streng formuliert und geht an der Sachlage vorbei. Falls es dir noch nicht aufgefallen ist, hier herrscht eine Krise, kein Feudalismus. Die Sache mit der Krone ist reine Wortklauberei!

Könnte man meinen. Allerdings sind sich derzeit Protagonisten einig, die sonst bis zum Heftigsten zerstritten sind. Der Iran mit Israel und den USA. Länder wie China, Russland, Marokko, Jordanien, Saudi Arabien, Irak mit Deutschland, Italien, Spanien, England, Australien, Neuseeland. Denn all diese Staaten, autoritär regierte wie demokratisch-administrativ geführte, haben die Freiheit ihrer Bevölkerungen drastisch eingeschränkt. Erhöhte Polizeipräsenz wacht über die Einhaltung der angeordneten Restriktionen. In manchen Ländern ist zusätzlich das Militär aufgefahren. Die Angelegenheit riecht nach einer wahrhaft königlichen Einigung und Vereinigung.

Wer in Deutschland von einem Bundesland in ein anderes reisen will (etwa von Mecklenburg-Vorpommern nach Schleswig-Holstein), dort aber nicht wohnt, wird derzeit (noch) aufgehalten und zur Meldeadresse zurück geschickt, wenn kein triftiger Grund zur Weiterreise vorliegt. Das muss man erlebt haben, um zu wissen, wie es sich anfühlt.
Zwar wird diese strenge Praxis in den kommenden Wochen gelockert werden, doch bedeutet das noch längst keine Rückkehr zu der Zeit vor Covid-19.

Und Demonstrationen gegen diese königlichen Gebote? Öffentliche Versammlungen als gemeinsamer Ausdruck von Protest?
Weil Zusammenkünfte von mehr als zwei Menschen, die nicht Teil einer gemeinsam lebenden Familie sind, derzeit verboten sind, waren auch Demos per Notstandsgesetz untersagt. Bisher. Ein Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht hatte Erfolg.
Doch bedeutet dies, dass sich in der nahen Zukunft Tausende von Menschen vorm Reichstag einfinden können, um gegen politische Entscheidungen zu protestieren?
Eher nicht. Ein kleines Häufchen von fünfzig, vielleicht auch hundert Personen wird wohl das Recht zu öffentlichen Unmutsäußerungen zugestanden werden. Doch bedeutet dies eine Rückkehr zur funktionierenden Demokratie?
Um der Weiterverbreitung von Covid-19 zu begegnen werden immer größere Teile der Bevölkerung getestet. In Kombination mit Smartphone-Apps, die Bewegungsprofile liefern, erlaubt dies zunehmend genauere Aussagen über den Fortgang der Pandemie. Dies ist aus epidemiologischer Sicht sinnvoll, wenn nicht notwendig. Aber es steht im Widerspruch zur Demokratie. Oder habe ich da etwas missverstanden?

Genau: Es hat eine Krönung stattgefunden.

La corona, die Krone wird nun ständig weitergereicht. Von einem zum nächsten, schneller und noch schneller. Doch wer hält bei diesem Gewusel eigentlich das Zepter in der Hand? Amazon-Gründer Jeff Bezos? Microsoft-Gründer Bill Gates? Die Inhaber von Netflix? Mark Zuckerberg mit Facebook? Der Konzern Apple? Der US-Pharma-Rise Johnson & Johnson? Sein Konkurrent Pfizer?

Sie halten ihre Hand jedenfalls weit auf. Doch sind sie als Krisengewinner die eigentlichen Dirigenten? Jeder von ihnen trägt ein Zepter. Die Krone wollen sie nicht. Die wird weitergereicht. Weiter und immer weiter. Vielleicht gehört sich das so in dieser neuen schönen Monarchie.

Genießen Sie die königliche Ruhe! Bleiben Sie gesund!

Ihr – Otmar Jenner

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Was hat das mit uns zu tun?

By Food for thought

Ein Bekannter von mir, ich nenne ihn hier Ralf, bekommt Fieber, trockenen Husten, zeitweise auch Schüttelfrost. Die typischen Symptome.
Wie zu erwarten: SARS-CoV-2 positiv.

Das war vor zwei Wochen. Meinem Bekannten geht es inzwischen wieder gut. Er hat keine Symptome mehr.
Ralfs Frau und seine beiden Kinder, eins davon ein Kleinkind, bekamen keine Symptome, wurden aber auch getestet. Ergebnis: negativ.
„Dass meine Familie sich nicht bei mir angesteckt hat, kann eigentlich gar nicht sein, wenn man den Epidemiologen und ihren Darstellungen zur Infektiosität von Corona glauben darf“, wundert sich Ralf.

Ein weiterer Bekannter von mir, hier Klaus genannt, war schon vor rund vier Wochen Corona-positiv getestet worden. Weil er sich gesund fühlte und seine Quarantäne beenden wollte, ließ er sich vor wenigen Tagen zum zweiten Mal testen – wieder positiv, also noch immer. Auch das ist atypisch, denn es passt nicht zur angeblich maximalen Dauer von 14 Tagen, in der Infizierte ansteckend bleiben.

Ich weiß, diese Geschichte ist schon kompliziert genug, aber sie geht noch weiter: Klaus weiß, an welchem Abend bei welcher Person er sich infiziert hat. Mit dabei ein Kollege, der sich zeitgleich ebenfalls angesteckt hat. Dieser Kollege bekam vor vier Wochen leichte Symptome, die zunächst abzuklingen schienen, sich aber plötzlich so verschlimmerten, dass eine Notaufnahme im Krankenhaus erforderlich wurde. Zuvor hatte er seinen Vater angesteckt. Beide liegen nun zeitgleich auf der Intensivstation. Der Vater wird über einen Luftröhrenschnitt künstlich beatmet. Der Zustand von beiden soll kritisch sein.

Der mikroskopische Feind kommt näher.

Wann habe ich zum ersten Mal gedacht, dass das neue Corona-Virus auch mich betreffen könnte? Wahrscheinlich bereits im Dezember 2019. Doch der Gedanke blieb zu der Zeit nebulös – selbst als sich die schlechten Nachrichten aus China häuften. Dann überschlugen sich die Schreckensmeldungen aus Italien. Ich kenne Betroffene, hörte von Horror-Erlebnissen. Wieder die Frage: Was hat das mit mir zu tun? Die Antwort: weiterhin unklar.

Zwischen dem Robert-Koch-Institut (RKI) und dem Bundesverband Deutscher Pathologen (BDP) ist ein Streit entbrannt. Das RKI hatte von Obduktionen sogenannter Corona-Toter abgeraten. Der BDP widersprach vehement. „Aus den Obduktionen“ der Toten „können wir lernen, wie wir die Lebenden besser behandeln. Dazu müssen wir wissen: Was ist wesentlich für den Tod verantwortlich gewesen? Wir sprechen zwar über Covid-19-Tote, und das ist auch nicht ganz falsch. Aber durch Covid wird möglicherweise ein aus anderen Gründen bereits drohender Tod vorverlegt.“

Was wird hier wie vorlegt?

Die gängige Praxis zur Feststellung der Sterbeursache derzeit ist sehr einfach: Wenn ein Mensch Corona-positiv getestet ist und stirbt, gilt er als Covid-Toter. Warum und woran auch immer er tatsächlich zu diesem Zeitpunkt aus dem Leben geschieden ist.

Was ist gefährlicher, fragte auch ich mich noch vor einer Woche, Covid-19 oder die mediale Aufregung darum? Ich weiß auch heute keine Antwort darauf, außer der, dass offenbar beides sehr ungesund ist. Abzulesen an den beiden folgenden Grafiken (The Economist):

Sterberate im Großraum Madrid im ersten Quartal 2020. Quelle: “The Economist”, 4. – 10. April, Seite 73

Hier die Rate für den selben Zeitraum in einer Kleinstadt in der Region Bergamo:

Sterberate in der norditalienischen Kleinstadt Nembro im ersten Quartal 2020. Quelle: “The Economist”, 4. – 10. April, Seite 73

Die erste Grafik zeigt die Sterberate im Großraum Madrid für das erste Quartal dieses Jahres. Die zweite bildet die Sterberate für den gleichen Zeitraum in einer Kleinstadt in der Region Bergamo in Norditalien ab. Die schwarze Linie zeigt jeweils die für 2020 zu erwartende Sterberate – errechnet aus den gemittelten Todesfällen der letzten Vorjahre in der Zeit vom Jahresbeginn bis ende März. Die tatsächlichen Todesfälle sind als hellrosa Kurve abzulesen. Diese Kurve verläuft mal oberhalb mal unterhalb der zu erwartenden Sterberate, aber immer nahe daran. Klar gibt es Abweichungen, gestorben wird nunmal nicht erwartungsgemäß.

Dies ändert sich mit der Ankunft von Corona. Innerhalb von wenigen Tagen verdreifacht sich im Großraum Madrid die Sterberate (einschließlich der Covid-19-Fälle, dunkelrosa). In der italienischen Kleinstadt Nembro vervielfacht sie sich sogar noch mehr. Rund 11.500 Einwohner – wie aus heiterem Himmel vom Blitz getroffen.

Meine Lebensrealität verändert sich derzeit rasant. Jedoch nicht zum Schlechteren. Im Gegenteil und so seltsam das klingt: Ich genieße die Tage im beruhigten Berlin. Inzwischen lächeln die Menschen sogar mehr. Fehlt es ihnen und mir an Fantasie, sich die kommende Not vorzustellen? Offenbar.
Der Ostersonntag beschenkte Berlin mit strahlender Sonne und sommerlichen 24 Grad. Ich ging auf das Tempelhofer Feld, um etwas Sport zu machen, dabei sehr auf Abstand zu anderen Besuchern bedacht. Die Mehrheit verhielt sich, als gäbe es keinen Grund zur Sorge. Dicht an dicht sonnten sich teilweise die Leute. Haben sie womöglich recht mit dieser unbedarften Haltung?
Was man nicht sehen, nicht hören, nicht riechen, nicht schmecken, nicht greifen kann, wirkt abstrakt. Bis man all das plötzlich kann. Und dann wie von Sinnen ist.

“Out of my mind”, hat mir ein Freund aus New York geschrieben, fühle er sich derzeit.

Was soll ich ihm aus der Ferne antworten? Gibt es überhaupt etwas, das ich zur Beruhigung sagen kann?

Dass dies eine schicksalhafte Wende ist? Dass die Welt meiner Meinung nach jetzt umdenken wird? Dass Veränderungen immer ihren Preis haben? Dass man sich nicht gegen die Möglichkeit des eigenen Todes auflehnen sollte? Dass ich keine Angst vor dem Tod habe? Dass es ein Segen ist, Teil eines überfälligen Wandels zu sein, und dass das Frühjahr 2020 den Beginn dieses Wandels markiert? Dass ich jeden Tag davon genieße? Dass ich diese Tag intensiver und bewusster erlebe als die Monate zuvor? Dass ich mich mit mir selbst im Einklang fühle wie lange nicht?

All das und mehr habe ich ihm schließlich bei einem Anruf am Telefon gesagt. Ich hörte ihn weinen am anderen Ende. Und fühlte mich miserabel.

Was sagen die abgebildeten Grafiken über Covid-19 aus? Jedenfalls nicht, dass die Krankheit so harmlos ist, wie viele es gern hätten. Auch nicht, dass man demnächst zur Tagesordnung zurückkehren kann, als wäre nichts gewesen. Das ist auch gut so. Und bleibt hoffentlich, selbst wenn sich doch noch herausstellen sollte, dass vor allem die virale Aufgeregtheit für die Engpässe in den Krankenhäusern und hohen Sterberaten infolge verantwortlich war.

Bleiben sie gesund!

Ihr – Otmar Jenner

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Die Nähe der Ferne

By Food for thought

Wir lächeln uns aus der Ferne zu. Blicke, die sich treffen dürfen während die Körper einander weiträumig ausweichen müssen. Wann zuletzt habe ich jemandem die Hand gegeben? Ich versuche mich zu erinnern, doch es gelingt mir nicht.
An diesen Tagen der neuen und noch ungewohnten Distanzierung vermeiden die meisten Menschen auch Augenkontakt. Bewegen sich in seltsamen Schlangenlinien, um anderen Passanten nicht nahe zu treten. Zu den gesenkten Blicke werden oft auch die Ohren verschlossen. Die räumliche Separation wird durch eine akustische verstärkt. Kopfhörer betonen bei vielen den hermetischen Innenraum. Ein zufälliges Gespräch könnte infektiös sein. Unser Leben in den neuen Zonen willentlich beschützter Keimfreiheit. Unser Leben im Séparée einer zunehmend rigoros abgeteilten und öffentlich verteidigten Individualsphäre. Ein Leben wie hinter einem Sichtschutz. Die Schutzkleidung medizinischer Katastrophenhelfer kann man sich leicht dazu denken.

Eine Blüte, die sich in einem paradoxen Impuls zurück zur Knospe einfaltet und schließt. Vielleicht hat sie zu viel Sonne gekriegt.

Wenn die Menschheit ein Kind wäre, könnte man denken, so drängt es sie dieser Tage in den Mutterleib zurück.
Ganze Gesellschaften im shut down und locked in. Zieht sich der Himmel zu, spürt man den Abgrund komatösen Stillstands und könnte die momentane Ruhe glatt mit der ewigen verwechseln.

„Bunkerstimmung“, beobachtet Medientheoretiker Peter Weibel im Sozium der Gegenwart. Ein ansteckendes Phänomen. Jeder für sich ganz allein unter vielen. Die Begriffe Einsiedler und Eremit bekommen dieser Tage ganz neue, aktualisierte Bedeutungen. Willkommen in der neuen Distanzgesellschaft …

Vielleicht haben wir viel zu lange viel zu nahe aufeinander gehockt, und das haben wir jetzt davon: Ein Virus, welches uns zum Rückzug zwingt.

Angenommen, die Menschheit ist dieser Tage tatsächlich zurück in den Mutterleib gekrochen. Klar, wissen wir, so ein Zustand wird nicht haltbar sein. Das Kind muss auf die Welt kommen, selbst wenn es Menschheit heißt. In seinem vorigen Leben ist einiges falsch gelaufen. Oder vielleicht haben sich die Dinge auch nur entsetzlich verkompliziert. Die Wirtschaft mit ihren Swaps und Flops, ihren Derivaten und Bailouts, die niemand mehr versteht. Von Konsum und Kapitalismus bis zur Klimakrise, vom Krankenverwahrungsbetrieb bis zur Umverteilung – viele Leute haben Ideen, keiner weiß mehr, wie was funktioniert. Das System hat sich von den Menschen entkoppelt, für die es eigentlich da sein sollte. Das frustriert Politiker, die nachthaltig und systemrelevant entscheiden sollen. Und es deprimiert die Technokraten, die systematisch optimieren wollen. Wenig davon, denken viele, gelingt. Der Kapitalismus bläht sich immer weiter auf. Die Welt kriegt Hitzewallungen. Wie im Fieber walzt Feuer in manchen Gegenden. In anderen frisst Wasser die Küsten. Wir haben das betrauert und sind doch immer wieder abgehoben und geflogen. Doch nun endlich bleiben die Flugzeuge am Boden. Dafür ist ein Virus gelandet. Diese Ankunft im Schrecken hat es gebraucht, um uns zum Innehalten zu bringen.
Die Zeit der Flugreisen und Massenmobilität wird vielleicht als die Ära rasenden Stillstands in die Geschichte eingehen. Jetzt beginnt die Zeit des Stillstands der Raserei (Weibel). Flugplätze, auf denen keine Flugzeuge abheben, verwaiste Autobahnen und Bahntrassen, Straßen, die so leer sind, dass man darauf picknicken kann. Ein Leben in Verlangsamung. Die beruhigten Städte wollen plötzlich wieder erlaufen werden. Die Luft, so kann es einem vorkommen, ist besser denn je dieser Tage.

Angenommen, nicht nur einzelne Individuen, sondern ganze Zivilisationen werden wiedergeboren. Sie leben auf, leben ab, gehen unter, eine neue wird geboren. Sicher ist: Keine Zivilisation kommt zweimal als dieselbe auf die Welt.
Was sich offenbar überlebt hat (bereits jetzt offensichtlich): physische Nähe. Studenten in überfüllten Hörsälen, Angestellte, die sich in Büros gegenseitig auf die Füße treten, kaufhungrige Konsumenten, die sich in Einkaufszentren aneinander vorbeischieben, Fans, die sich in Stadien und auf Festivals zusammenrotten, Umzüge mit tausenden von Teilnehmern – all das ist von gestern. Untersagt in der Gegenwart, geächtet in der Zukunft, weil potentiell gefährlich. Willkommen in der neuen Distanzgesellschaft …

Weil die Nähe gefährlich geworden ist, werden wir uns in der Ferne einrichten.

„Nur vorübergehend“, widersprechen die Rückwärtsgewandten unter den Propheten.
Ich denke, sie haben unrecht. Nach dem Virus wird vor dem nächsten sein. Durch Corona wird deutlich, dass die Massenaufläufe der Moderne zu viel Nähe für Viren bieten. Sie springen von Einem zum Nächsten, mikroskopische Trittbrettfahrer der Mobilität, reisen pfeilschnell mit dem Flugzeug, hüpfen über Landesgrenzen und verbreiten sich kongenial kontinental.
Vor allem die Urlaubsgesellschaft habe Krieg gegen die Natur geführt, schreibt Weibel. „Das Virus zwingt uns dazu, diesen Krieg zu beenden.“
Die Welt wird daran hoffentlich genesen. Natürlich wird das auch für die Menschen heilsam sein. Und wir werden Wege finden, einander auch über die Ferne hinweg nahe zu sein. Genau darin besteht wahrscheinlich die Wiedergeburt.

Genießen Sie die Stille! Bleiben Sie gesund!

Ihr – Otmar Jenner

P.S. Gerade eine Audiodatei zugeschickt bekommen – angeblich eine Mitteilung der Vereinigung der Deutschen Psychiater (natürlich ein Scherz): “Da wir von Anrufen überschwemmt werden, möchten wir Sie, liebe Mitbürger informieren, dass es absolut normal ist in der Zeit der Quarantäne, dass Sie beginnen mit den Wänden, den Pflanzen und anderen Sachen zu sprechen. Rufen Sie uns bitte nur an, wenn sie Ihnen antworten. Danke.“

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Aktuelle Fragen

By Food for thought

Die besten Antworten liefern häufig bestimmte Fragen:

Frage 1: Warum breitet sich das Corona-Virus von China mit großer Geschwindigkeit in der ganzen Welt aus?
Frage 2: Warum fahren westliche Industrienationen ihre Produktionen runter, während China seine gerade hochfährt?
Frage 3: Warum hat China das neue Corona-Virus und Covid-19 der WHO gemeldet, wo die Regierung in Peking sonst schlechte Nachrichten in den Medien unterdrückt?
Frage 4: Warum fällt der Ölpreis seit Januar auf ein historisches Tief und die größten Nutznießer davon sind derzeit die Chinesen?
Frage 5: Wieso werden Riesenmetropolen wie Peking (21 Millionen), Shanghai (24 Millionen) oder Shenzhen (12 Millionen) „verschont“ und zwar ohne weitere Quarantänemaßnahmen?
Frage 6: Wieso genießt der chinesische Staatspräsident derzeit weltweit ein größeres Ansehen als vor Auftreten der Corona-Krise?
Frage 7: Warum klingt der Satz „Folge dem Geld, wenn du verstehen willst, warum etwas passiert“, in den Zeiten von Corona besonders anrüchig?

Frage 8: Wieso sind Chinas Nachbarländer oder -regionen wie Japan, Thailand, Südkorea, Taiwan, Singapur, Hongkong, Vietnam, Kambodscha oder Myanmar kaum oder zumindest nicht übermäßig betroffen?
Frage 9: Warum profitiert das Land mit dem grössten Binnenmarkt der Welt von der aktuellen Krise?
Frage 10: Warum beginnen die USA einen Handelskrieg mit China und stehen nun durch die Corona-Krise als große Verlierer da?
Frage 11: Warum ist die so genannte westliche Welt von einer feindlichen Übernahme durch China bedroht?
Frage 12: Könnte es sein, dass ein Krieg zwischen China und den USA droht, weil die Vereinigten Staaten ihre bisherige Vormachtstellung den Chinesen nicht kampflos überlassen werden?

Fragen über Fragen.

Eine 13. und 14. Frage drängt sich auch noch auf: Wieso trafen sich Entscheidungsträger des Johns Hopkins Center for Health Security, des Weltwirtschaftsforums und der Bill & Melinda Gates Stiftung am Morgen des 28. Oktober 2019 im New Yorker “The Pierre hotel”, also rund zwei Monate vor dem Corona-Ausbruch in Wuhan, zu einem Pandemie-Planspiel? Warum ist in dem Katastrophenszenario, “Event 201” genannt, von einem neuartigen Corona-Virus die Rede, welches dem SARS-Erreger gleicht und von Fledermäusen übertragen wird, bei den meisten Menschen leichte Symptome verursacht und zu einer schweren Pandemie führt?

Jede dieser Fragen ist berechtigt, glaube ich. Mir ist bewusst, dass sie insgesamt eine Richtung vorgeben.

“In der Summe unterstellen die Fragen die Antwort, dass die Corona-Krise künstlich gemacht ist”, kommentiert ein Freund und Journalist. “Ich weiß nicht, ob du beispielsweise die wissenschaftlichen Veröffentlichungen zum Genom des neuen Corona-Virus gelesen hast. Nichts spricht für eine absichtliche menschliche Einwirkung in der Sache – außer der verständlichen Sehnsucht, für diese verheerende Katastrophe einen Schuldigen zu finden.”

Tatsächlich habe ich mehrere Studien zu den Ergebnissen der Genom-Sequenzierung gelesen. Ich denke auch, dass niemand diese Pandemie in Gang gesetzt hat, um ein gewisses Ergebnis zu erzielen. Ich glaube vielmehr, dass es sich um ein Zusammentreffen von Ereignissen handelt, die zusammen genommen etwas sehr Großes ergeben. Groß im Sinne von schrecklich groß. Groß aber auch im Sinne einer großen Chance. Dieses Zusammentreffen von einzelnen Aspekten bewirkt jedenfalls ein mächtiges Zusammenwirken.
Einige der genannten Fragen hat der Autor Lothar Hirneise bereits auf seinem Blog gestellt. Ja, die besten Antworten liefern häufig Fragen. Manche klingen bereits wie Antworten. Und die Kette der Fragen insgesamt deutet auf eine gemeinsame Antwort hin. So plausibel dies im ersten Moment wirken mag, dies ist kein Beweis für eine absichtsvoll einwirkende Hand in der Sache. Umso sorgfältiger gehören die genannten Fragen daher einzeln und insgesamt genommen hinterfragt. Anders ausgedrückt: Ich hätte auf obige Fragen gern Antworten. Ich fürchte allerdings, sie sind nicht so einfach, wie sie mancher gern hätte.

Bleiben Sie gesund!

Ihr – Otmar Jenner

#otmarjenner #corona #covid 19 #SARS-CoV-2 #energyhealing #healing #happiness #heal #healingvibes #energy #spirituality #meditation #spiritual #chakras #goodvibes #selflove #psychic #yoga #energybites #instagood #metaphysical #awakening #spiritualhealing #positiveenergy #energyhealer #consciousliving #consciousness #healingprocess #justhealing #compassion #forgiveness #guidance

Science Fiction now

By Food for thought

Gerade wieder Ausgang mit Maske. Seltsam, geschätzte 90 Prozent tragen keine. Die Straße ist belebter als gestern. Einkaufen ist in Berlin derzeit noch erlaubt. Spazierengehen auch. Ausgang mit Lebenspartner, Kind und Hund ebenfalls. Um anderen Menschen zu helfen, darf man auch raus. Einen Freund, eine Freundin treffen, geht auch, allerdings bitte mit 1,50 Meter Schutzabstand. Auf Strafzahlungen bei Zuwiderhandlungen hatte sich der Berliner Senat aber noch nicht einigen können.

Ich treffe einen Freund. Auch er kommt mir mit Gesichtsmaske entgegen. Zwei Vermummte, die sich begrüßen. Worüber reden wir? Klar, was in der Welt los ist.
Mein Freund ist Journalist. Er berichtet von eigenartigen Ausgangsbeschränkungen in Kolumbien. Die Geschlechter dürfen dort nur noch getrennt vor die Haustür. An einem Tag die Männer, am anderen die Frauen. In Marokko hingegen überwacht die Armee die Einhaltung der strikten Ausgangsbeschränkung. Öffentliche Plätze werden von Soldaten kontrolliert. Sogar Panzer sind aufgefahren. Pro Wohneinheit darf eine Person Lebensmittel einkaufen gehen. Noch drastischer die Maßnahmen in Jordanien. Dort herrscht derzeit totale Ausgangssperre. Das Verlassen der Wohnung ist unter keinen Umständen erlaubt. Speisen und Getränke muss man sich liefern lassen. Ähnliches war zeitweise auch in Indien angeordnet worden. Der Philippinische Präsident soll die Ordnungskräfte seines Landes bei der Durchsetzung von Maßnahmen ausdrücklich zum Schusswaffengebrauch aufgefordert haben. Vergleichsweise moderat: Die Bewohner von Teneriffa dürfen seit rund drei Wochen Haus oder Wohnung nur an jedem zweiten Tag verlassen. Und das lediglich zum Einkaufen. Spaziergänge am Strand? Verboten. Und das, obwohl auf den Kanarischen Inseln der Frühling mit sommerlichen 20 Grad zum Freigang ruft.
Die Welt in Einzelhaft. Wie siehst du die Maßnahmen unserer Regierung, frage ich meinen Freund. Übertrieben oder nicht?

Mein Freund zieht seine Stirn in Falten. Er wisse natürlich um die unterschiedlichen Einschätzungen auch auf Expertenebene in Deutschland. Manche meinen, die Maßnahmen seinen noch nicht streng genug. Andere finden sie viel zu drastisch und fordern eine Lockerung.

„Und du?“, frage ich.

Mein Freund macht ein betrübtes Gesicht: „Wenn sich die chinesische, die italienische, die spanische, die britische, die israelische, die indische, die deutsche Regierung, inzwischen auch die vormals unwillige US-amerikanische einig sind, ebenso die iranischen Revolutionsgarden sowie weitere diktatorische Regime – wenn also Akteure, die in allen anderen Fragen normalerweise uneins sind, in der Einschätzung der Gefahr durch das neue Corona-Virus jedoch einer Meinung sind, dann würde ich das jetzt nicht in Zweifel ziehen.“

Was für ein Satz!

Zeit für Science Fiction in diesem Zusammenhang: Das Eis an den Polkappen schmilzt wie die Gletscher auf Island und im Himalaya. Der Meeresspiegel steigt. Auf den Malediven, in Bangladesch und den Niederlanden droht Land unter. Die milden Winter in Europa kann man zunehmend mit Badelatschen an den Füßen überstehen. Die Sommer werden so heiß, dass einem das Gehirn kocht. In Australien, auf der iberischen Halbinsel und in Kalifornien gehen Landstriche wegen anhaltender Dürre in Flammen auf. Auch die Politik wirkt dieser Tage vertrocknet. Es wird viel geredet, wenig beschlossen. Ein Mädchen stellt sich hin und klagt an. Sie wird gehört. Und überhört. Wer regiert hier eigentlich? Wer hat das Sagen? Fragen sich immer mehr Menschen, die ansonsten gar nicht so viel fragen.

Die fantasievollen unter ihnen wittern eine geheime Übereinkunft, die den ganzen Planeten runterzieht. Einen Bund, der sich auf Kosten der Allgemeinheit vorsätzlich und schamlos bereichert. Einen Klub, der die Weltwirtschaft orchestriert und dirigiert. Der Bedürfnisse generiert und Abhängigkeiten initiiert. Als Krake, die alles frisst, was nur irgendwie verdaulich wirkt. Und wachsende Armut wie Hundehaufen als Markierungen seiner Macht auf dem Globus verteilt.

Die fantasielosen Leute sagen, alles bloß Eigendynamik, Kapitalismus genannt. Ist deshalb gut, weil’s so frei ist. Klar, ist nicht ganz so gut, dass sich astronomische Summen auf den Bankkonten von sehr Wenigen auftürmen und eine gespenstische Ebbe herrscht bei den Meisten. Doch so wird Demokratie dieser Tage nunmal organisiert: wirtschaftlich. Fühle dich frei. Und genieße die Freiheit, jederzeit an deinem Smartphone herumfummeln zu können. Oder ist das etwa nicht dein liebster Begleiter und Freund? Und überhaupt, hast du schon Netflix oder AmazonPrime? Was beschwerst du dich, du undankbarer Mensch?

Wer beschwert sich denn? Es gibt einzelne Stimmen, richtig. Es gibt auch Chöre aus dem Off der kotbraunen Ewiggestrigen. Und die auf der linken Gegenfahrbahn wollen was Kühnes Künftiges, können sich aber nicht einigen, welche Ausfahrt man dafür nehmen muss. Dazu die Geisterfahrer des politischen Geschehens. Versprengte Seelen, die was Kluges im Sinn haben und es auf eine dumme Weise tun. Nicht zu reden von der Mehrheit auf den Abgeordnetenstühlen, die sich von Lobbyisten füttern lässt und Banalität staatstragend erbricht. Parlamente scheinen in der eigenen Bedeutungslosigkeit zu ertrinken. Immer mehr Wähler bleiben am Wahltag fern. Wozu eine Stimme abgeben, wenn sie keinen Nachhall hat?
Auf entscheidende Protokolle zur Rettung des Klimas konnte man sich ebensowenig einigen wie auf funktionierende Maßnahmen gegen das zunehmende Aufklaffen der Arm-Reich-Schere.
Träume von einer gerechteren und damit besseren Welt – begraben nach der Wirtschaftskrise 2008.
Der Planet erhitzt sich unter der CO2-Glocke, viele Pegel schlagen auf eine ungesunde Weise nach oben aus wie die Anzeige auf einem Fieberthermometer. Die allgemeinen Unzufriedenheit nimmt zu. Doch was passiert? Wenig. Trotz der wachsenden Hoffnung auf mehr. Regierungen scheinen die Hände gebunden. Wer hat hier eigentlich noch das Sagen?, fragen sich immer mehr Menschen. Wenn das Corona-Virus nicht so leidvolle Auswirkungen hätte, meinen nun manche, könnte man es in der Sache auch als heiß ersehnten Erlöser sehen.

Und nun taucht in dieser Geschichte doch noch eine Stimme auf. Sie gehört einem renommiertem Wirtschaftswissenschaftler und außerordentlichen Professor in Wien, der hier jedoch nur Dr. H. genannt wird, um den belletristischen Aspekt der gesamten Darstellung zu betonen. Weil ich eine Vorliebe für fantasievolle Stoffe habe, originelle Gedanken schätze (selbst wenn ich sie inhaltlich womöglich falsch finde) und vereinfachende Erklärungen von komplizierten Sachverhalten gern überdenke, auch wenn ich sie im Nachhinein vielleicht als irreführend und unsachlich ablehne – weil dies ganz einfach so ist, möchte ich den Ausführungen von Dr. H. zur viralen Krise an dieser Stelle Raum geben, dabei aber deutlich betonend, dass ich sie für Science Fiction halte.

„Nach meiner persönlichen Meinung“, sagt Dr. H. „läuft es auf einen shutdown unseres gesamten Gesellschafts-, Wirtschafts- und auch Rechtssystems hinaus. Wir müssen nämlich verstehen, dass sowohl Wirtschaft wie auch Recht, nebenher auch Pädagogik, Politologie und leider auch Ethik als normative Wissenschaften in Wirklichkeit keine Wissenschaften sind. Es sind Wissenschaften nur dem Namen nach und in Wahrheit ideologische Glaubenssysteme, auf die die Menschen in unserer Gesellschaft sozialisiert und damit emotional verpflichtet wurden.“

Weil die randlose Brille auf seinem Nasenrücken verrutscht ist, befördert Dr. H. sie mit einem reflexartigen Griff zurück in die Ausgangsposition. „Jetzt allerdings bemerken Menschen hinter den Kulissen, dass diese Systeme ans Ende ihrer Leistungsfähigkeit gestoßen sind.“

Seit 20 Jahre, so dürfe vermutet werden, seien im Hintergrund alternative Modelle in Vorbereitung.

„Wenn man nun eine globale Zivilisation in ein anderes Gesellschaftssystem überführen möchte, dann braucht man natürlich eine Cover-Story, also eine Geschichte, eine Legende, die die Bevölkerung glaubt, dabei zugleich gehorsam bleibt und Ruhe bewahrt.“
Dr. H. macht eine kurze Pause, damit das Gesagte bei seinem Hörer ankommt. „Dazu bietet sich eine Pandemie an.“

Gewissermaßen par excellence, möchte man ironisch ergänzen.

„Idealerweise eine, bei der es kaum Todesfälle gibt. Die wenigen, die auftreten, müssen natürlich hochgespielt werden, wie in Italien. Wo jeder, der stirbt und gleichzeitig Träger des Virus ist, als Corona-Toter bezeichnet wird, damit man an der Angstschraube drehen kann. Das ist für mich die einzige Erklärung dafür, dass man wirtschaftliche Schäden in Billiardenhöhe quer über den Globus erzeugt für eine Erkrankung, bei der man im Vergleich mit einer Frühjahrsgrippe fragen kann, was ist hier der Unterschied?“

Was ist der Unterschied? Ich muss an den erklärenden Satz meines Freundes denken.

Dr. H. hebt den Zeigefinger, lächelt: „Doch dies kann man nur beurteilen, wenn man das Motiv derjenigen kennt, die das im Hintergrund veranstalten. Ich habe das Vertrauen, dass es positive Absichten sind. Denn wenn sie etwas Negatives wollten, etwa die Bevölkerung versklaven wollten, dann hätten sie dafür die gegenwärtige Krise, also Corona und ökonomischen Shutdown, nicht gebraucht. Dann hätten sie einfach nur wie schon die letzten zwanzig Jahre zuvor weiter machen müssen. Das negative Ziel einer schlechten Weltordnung wäre auch ohne diese sogenannte Pandemie zu erreichen gewesen. Dass sie jetzt aber in dieser Form gekommen ist und das global, abgestimmt praktisch mit allen großen Staaten dieses Planeten, dass dieses Szenario also so koordiniert abgehandelt wird, das deutet meiner Meinung nach darauf hin, dass es sich hierbei um eine sehr dramatische, fundamentale und als positiv zu bewertende Neuordnung unserer gesellschaftlichen Struktur geht. Und da bin ich selbst auch schon sehr gespannt, welche Vorschläge und Modelle dadurch dann zur Anwendung kommen werden.“

Wie gesagt: ein kurzer Ausflug ins Reich der Science Fiction. Vor zwei Jahren  veröffentlichte ich einen Roman („Der Älteste“) in diesem Genre. Ein nächster („33“) folgt. Doch die obige Geschichte habe ich tatsächlich gehört, nicht ausgedacht. Es kursieren die seltsamsten Phantastereien im Internet. Über diese habe ich gern nachgedacht.
Die Bilder der Mondlandung, von der Trauer um Lady Di und den Einschlägen in die Twin Towers gingen um die Welt und fokussierten Aufmerksamkeit. Doch die aktuelle weltweite Reaktion ist eine neue Dimension. Für so eine Wirkung bräuchte es Außerirdische als gemeinsames, einigendes Feindbild, habe ich noch bis vor Kurzem gedacht. Falsch. Es reicht ein Virus.

Doch das ist natürlich pure Science Fiction. Ein befreundeter Arzt heute morgen: „Schon gehört? Das Alter der Covid-19-Todesopfer liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei einem Durchschnitt von 81 Jahren. Wird man mit dem Virus statistisch gesehen älter als der normale Altersdurchschnitt? Ein Long-Live-Virus also?“
Klar, Science Fiction auch das.

Bleiben Sie gesund!

Ihr – Otmar Jenner

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Was nun? Eine Standortbestimmung

By Food for thought

„Sehr viele Menschen sind verunsichert. Sehr viele haben Angst.“ Sätze, die ich von Psychotherapeuten und auch Medizinern dieser Tage mehrfach gehört habe.
Dramatische Erkrankungsraten in Europa. Lockdown in New York. Was für eine Welle rollt da auf uns zu?

Manche Experten der Virologie und Epidemiologie (wie etwa der Mainzer Professor für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, Professor Dr. Sucharit Bhakdi) meinen, wir kranken zunehmend an drakonischen Maßnahmen der Regierung. Die weltweiten Reaktionen seien überzogen.

Zu einer gegenteiligen Auffassung kommen die Wiener Professoren Mathias Beiglböck, Philipp Grohs, Joachim Hermisson, Magnus Nordborg und Walter Schachermayer. Alle Mathematiker bis auf den Populationsgenetiker und Biologen Nordborg und Hermisson, der Biologe und Mathematiker ist. Sie haben Infektionsraten, Erkrankungsquoten und Sterberaten zu Covid-19 neu berechnet und am 30.3.2020 eine Stellungnahme auf der Website der österreichischen Regierung veröffentlicht. Fazit: Wenn sich die Corona-Epidemie weiter mit exponentieller Geschwindigkeit verbreite, wenn also eine infizierte Person mindestens eine weitere anstecken würde, dann sei ein Zusammenbruch des Gesundheitssystems in Österreich mit zusätzlich zehntausenden Toten zu erwarten. Ziel müsse sein, die Infektionsrate drastisch zu senken. „Wahrscheinlich benötigt dies deutlich strengere Maßnahmen als derzeit in Kraft sind.“ Ansonsten werde das Gesundheitssystem bereits Mitte April kollabieren. Die Entwicklungen in den USA, allem voran New York, lassen allerdings befürchten, dass sich die Lage mancherorts noch rapider verschlimmern könnte.

Wie gefährlich ist Covid-19, die Krankheit, die durch eine Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus Sars-CoV-2 ausgelöst werden kann, wirklich?
Belastbare Hinweise liefern epidemiologische Daten vom Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“. Von insgesamt 3.711 Passagieren an Bord, die alle getestet wurden, waren 697 Corona-positiv. 328 von den positiv getesteten hatten keine Symptome. 2.071 Passagiere waren zwischen 0 und 69 Jahren alt. Rund 50 von ihnen wurden positiv getestet, zeigten jedoch keine Symptome. Rund 180 entwickelten Symptome. Niemand aus dieser Gruppe starb an Covid-19. 1.231 Passagiere waren 70 Jahre alt und älter. Von ihnen starben sieben.

Ein Kreuzfahrtschiff ist eine geschlossene Population. Man lebt dort auf engstem Raum. Stewarts, Barkeeper und weitere Mitglieder der Crew sind sogenannte Superspreader. Sofern selbst (unwissentlich) infiziert stecken sie sehr schnell sehr viele andere Menschen an. Trotz der Enge infizierten sich nur knapp 20 Prozent der Passagiere. Diese jedoch in sehr kurzer Zeit. Rund die Hälfte der Infizierten zeigte keine Symptome. Das Durchschnittsalter auf dem Schiff lag bei 58 Jahren. 33 Prozent war über 70. Darunter die sieben Verstorbenen.
Dr. Timothy Russel, Biologe und Mathematiker an der London School of Hygene & Tropical Medicine errechnete daraus eine Todesrate (case fatality ratio) von 0,5 Prozent.
Im Gegensatz dazu geht die WHO von einer case fatality ratio von 3,4 Prozent aus.

Dr. med. Pietro Vernazza, Chefarzt für Infektiologie am Schweizer Kantonsspital St. Gallen, äußert sich ähnlich kritisch wie der bereits genannte Prof. Bhakdi aus Mainz. Vernazza beruft sich auf eine Veröffentlichung im Wissenschaftsmagazin Science. Epidemiologe Ruiyun Li (Universität Peking, Imperial College London) und Kollegen hatten im Zuge einer epidemiologischen Untersuchung zu Corona in China eine Neubewertung der Gefährlichkeit angeregt. Ergebnis:
Rund 85 Prozent (82-90%) aller Sars-CoV-2-Infektionen sind erfolgt, ohne dass jemand die Infektion bemerkt hat.
Etwa 55 Prozent der unbemerkt Infizierten haben weitere Personen angesteckt.

Wie diese Publikation „fast unbemerkt“ im aktuellen Wirbel „an uns vorbei“ gehen konnte, wundert sich Vernazza: „Eigentlich vermuten wir dies schon lange. Anders wäre es gar nicht erklärbar gewesen, dass die Infektionszahlen in China nach einigen Wochen gegen Null gesunken sind. Denn mit einer Immunitätsrate von weniger als 1 Prozent der Bevölkerung kann man das nicht erklären (weniger als 100.000 Personen in Wuhan von rund 10 Mio. Menschen erkrankt). Es würde nicht mal verwundern, wenn weitere Untersuchungen die Rate von stummen Infektionen noch höher bezifferten. Diese neue und nicht überraschende Erkenntnis muss rasch zu einer evidenzbasierten Korrektur unserer Maßnahmen führen.“
Der Schweizer Experte fordert: „Informiert endlich die Bevölkerung und redet Klartext! Diese Infektion ist für junge Menschen mild. Angst ist kein guter Ratgeber. Die meisten Menschen sehen eine schreckliche gefährliche Krankheit vor sich. Ja, es ist wahr. In Italien stirbt etwa eine von zehn diagnostizierten Personen. Doch wie wir jetzt nach dieser Science-Arbeit wissen, dürfte das eher eine von 1.000 angesteckten Personen sein.“

Die Gelehrten (zum Thema Virologie / Epidemiologie) sind uneins in der Frage der Bedrohung durch Corona. Die Wirtschaftsweisen, das dürfte unzweifelhaft sein, sind sich in der Sache umso einiger.

Doch warum schreibe ich in meinem Blog darüber?

  1. Weil abwägende Berichterstattung rar ist dieser Tage.
  2. Weil ich glaube, dass die Unsicherheit bei der Abschätzung der Gefahr durch Covid-19 keine Einladung sein sollte, unvorsichtig zu handeln.
  3. Und drittens, weil es ein Land gibt, welches (zumindest bisher) kaum Probleme mit Neuinfektionen durch Sars-CoV-2 hat (und mögliche Erkenntnisse daraus werden in Deutschland derzeit kaum diskutiert): Japan.

Chinesen machen, trotz gewisser historischer Unverträglichkeiten, in großer Zahl Urlaub in Japan. Im Januar 2020 kamen 925.000 zu Besuch. Im Februar waren es noch rund 89.000. Unter ihnen wahrscheinlich auch nicht wenige Infizierte. Japans Bevölkerung hat mit einem Altersdurchschnitt von 48,4 den weltweit höchsten Anteil an Senioren (also der Risikogruppe. Denn wie man auch an den Zahlen vom Kreuzfahrtschiff ablesen kann, verschont Covid-19 tendenziell die Jugend und trifft die Älteren).

Warum also ist Japan vergleichsweise wenig von der aktuellen Pandemie betroffen?
Klar, Premier Abe ließ Schulen schließen, auch Veranstaltungen absagen, um die Ausbreitung zu verlangsamen. Doch Restaurants und Geschäfte blieben offen. Eine deutlich sanftere Reaktion als in Europa.
Wieso also sind nicht viel mehr Japaner erkrankt? Was bewahrte das japanische Gesundheitssystem bisher vor dem Kollaps?
Ein Grund ist wohl, dass in Japan bisher wenig auf Corona getestet wurde, in der Hoffnung, damit die Olympiade zu retten (was nicht geklappt hat). Doch ein nicht unwesentlicher Teil der Antwort ist auf dem folgenden Foto (ein Screenshot aus dem Internet ) zu sehen:

Japaner mit Gesichtsmasken, DPA, Screenshot

Menschen, die Masken tragen, um andere Menschen vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. Ein alltägliches Bild während der Wintermonate in den Metropolen Japans. Sowie eine Grippewelle droht, gehen sehr viele Menschen nur noch mit einer Maske aus dem Haus. Weil sie andere damit schützen, schützen sie letztendlich sich selbst.

In dem Zusammenhang noch ein Foto. Aufgenommen am 11. März 2020 im Buckingham Palace. Premier Boris Johnson, Handshake mit Verneigung vor der Queen. Demnächst hat sie Geburtstag und wird 94 Jahre alt. Der inzwischen an Covid-19 erkrankte Johnson regiert nun aus der Quarantäne. Der Queen soll es gut gehen. Sie hat schon Schlimmeres überstanden.

Boris Johnson bei der Queen, 11.3.2020, Screenshot von der BBC-News-Seite

Die derzeit verbreitete Ignoranz der Macht zeigt sich meiner Meinung nach in diesem Foto. Eindeutig trifft Covid-19 mehr alte Menschen als junge. Und besonders hart sehr alte.
Trotz widersprüchlicher Nachrichten zur Tragweite der Corona-Epidemie und einem angemessenen Krisenmanagement: Junge Menschen sind eingeladen, alle alten bestmöglich zu schützen.

Daher: Setzt eine Schutzsmaske auf, liebe Leute, bevor Ihr in den Hausflur und auf die Straße tretet! Wenn ihr keine Maske habt, so wickelt Euch einen Schal oder ein Tuch um Nase und Mund. Etwas ist immer noch besser als nichts! (So schräg es klingt: Aus dem Vermummungsverbot von gestern wird das Vermummungsgebot von heute!)

Rennt in öffentlichen Räumen, etwa im Supermarkt oder im Bus oder in der U-Bahn nicht unbedacht in andere Menschen hinein! Weicht anderen Menschen, egal welchen Alters, aus!
Und beachtet die von Gesundheitsämtern geforderten Hygieneregeln! Dies kann auf keinen Fall falsch sein.

Tatsächlich glaube ich, dass diese gesellschaftlich wachsende Achtsamkeit ein neues Miteinander schafft. Zunächst aus der Distanz durch gefordertes Social Distancing. Doch umso reifer sind wir für kommende Zeiten der Annäherung.

In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund!!

Ihr – Otmar Jenner

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Was heißt hier Leben?

By Food for thought

„Lieber Freund und Mitgefangener“, begann heute die Nachricht eines Freundes an mich, „lass uns feiern …“

Was? Seinen Geburtstag. Online, im Chat, wie er erklärt.

Was sich in meinem Leben geändert habe innerhalb der letzten Wochen, bin ich kürzlich gefragt worden.
Alles. Um es knapp zu sagen. Ich bekomme nun Mails, wo ich als Mitgefangener bezeichnet werde.

Dabei hatte ich doch gedacht, ich wäre frei.

Mein Freund, um dies gleich klarzustellen, hat keinerlei Verbrechen begangen, ist nicht rechtskräftig verurteilt und sitzt daher auch keine Strafe in einem staatlichen Gefängnis ab.
Trotzdem taucht wenige Sätze später in seiner Mail auch der Begriff der „Inhaftierung“ auf. Wieder so, als wäre ich ein Teil davon.

Die Azteken-Göttin “Coatlicue” (“Die mit dem Schlangenrock”): Sie verkörpert, so heißt es, die Ambivalenz zwischen Intimität und Autonomie. Das kann man auch gesamtgesellschaftlich sehen.

Unübersehbar, dass dieser Tage gewisse, vormals selbstverständliche Freiheiten, plötzlich beschnitten sind. Angenommen, es gäbe für mich die Notwendigkeit, mir neue Jeans zu kaufen – schwierig dieser Tage. Die einschlägigen Geschäfte sind geschlossen. Klar, irgendeine Hose würde ich im Bedarfsfall schon noch kriegen. Zur Not im Baumarkt. Ziemlich wahrscheinlich allerdings keine, die mir gefällt. Bei meinem Lieblingscafé sind die Türen verrammelt. Nichtmal Kaffee to go. Kreuzberg im künstlichen Koma. Ein ungewohntes Bild.

Da Ansammlungen von mehr als zwei Menschen in Berlin verboten sind, treffe ich Freunde nur noch einzeln. Das intensiviert immerhin die Gespräche. Seminare musste ich absagen. Für einen Besuch in meiner Praxis braucht man nun einen triftigen Grund. Sehr viel geht jetzt übers Telefon.

Kaum etwas läuft noch, wie zuvor. Die Gegenwart wirkt so neu, dass man denken könnte, sie sei eben erst erfunden worden.

Ich habe meinen Freund dann angerufen, um als Mitgefangener über seine und meine Inhaftierung zu sprechen. „War heute lange draußen“, erklärt er und berichtet von einem ausgedehnten Spaziergang. Zwischen 11 und 15 Uhr sei er von Kreuzberg bis in die östlichen Außenbezirke von Berlin gewandert. „Wunderbar. Bin schnell gegangen, weit gekommen. Herrlich in der Sonne. Im Plänterwald bin ich zufällig in ein riesiges Bärlauchfeld hineingelaufen. Alles duftete plötzlich nach Knoblauch. Magisch. Habe auch die Natur in meiner Stadt plötzlich mit ganz neuen Augen gesehen.“
Ich höre Freude in seiner Stimme und bemerke: „Auf Freigang gewissermaßen.“

Ich kenne Menschen, die Social Distancing sehr ernst nehmen. Im Nachbarhaus etwa wohnt ein junges Ehepaar aus Spanien. Hat seit rund drei Wochen die gemeinsame Wohnung nicht mehr verlassen. Brief- und Paketsendungen wie auch Lebensmittellieferungen müssen als Quarantäne-Maßnahme 24 Stunden vor der Wohnungstür ausharren. Mit Nachbarn kommunizieren die Beiden durch die geschlossene Tür rufend. Nur wenn der Hausflur leer ist, bugsieren sie die Lieferungen hinein.
Das eigentliche Gefängnis dieser Tage ist Angst. Bin ich in der Angelegenheit inhaftiert? Würde ich verneinen. Ich halte es für wahrscheinlich, dass ich mich in naher Zukunft mit dem neuartigen Virus anstecken werde. Angst davor habe ich nicht. Mehr Sorge bereitet mir der verordnete Verlust individueller Bewegungsfreiheiten und der Abbau demokratischer Rechte. Wir werden bald wissen, wie berechtigt diese Sorge ist.

So unbequem Social Distancing wirkt. Ich habe kein ernsthaftes Problem damit. Tatsächlich grüßen mich plötzlich Menschen, die ich nur vom Sehen kenne, aus der Ferne. Und während sie grüßen lächeln sie. Früher rannten sie mich beinahe um, stapften grußlos an mir vorbei, ohne mich dabei anzusehen, und gelächelt haben sie auch nicht.
Der (Fast-) Stillstand im Getriebe der Großstadt sorgt für ganz neue, ungewohnte Freiheiten. Klingt wahrscheinlich seltsam, vielleicht auch wenig einfühlsam, weil ja Menschen unter den aktuellen viralen Folgen leiden.
Doch während es in manchen Bereichen derzeit eng wird, etwa in der eigenen Wohnung, wenn einem die Decke langsam auf den Kopf fällt, so öffnen sich gleichzeitig neue Räume. Und sei es Gedankenräume.
Was will ich? Was brauche ich? Was genieße ich? Was liebe ich? Worauf kann ich verzichten? Was macht mir Angst? Was macht mir Mut? Was macht mir Freude? Worin finde ich Erfüllung?
Die Verlangsamung der Welt erzeugt fast automatisch eine Konzentration auf wesentliche Fragen. Es lichtet sich der Nebel der Ablenkung. Antworten werden wie mit Leuchtschrift sichtbar.
Auch ich wanderte heute durch die Stadt. Erkundungen im neuen Raum der Stille. In manchen Gesichtern glaubte ich, Erkenntnisse zu lesen.
Was heißt hier Leben?, dachte ich.

Steht das Glück vorm Berg und fragt: Soll ich zu dir raufkommen?
Antwortet der Berg: Bleibe, wo du bist! Ich komme runter zu dir!

Auch wenn niemand genau sagen kann, was Leben eigentlich ist – ich fühle, wir haben allen Grund, uns davor zu verneigen.

Ihr – Otmar Jenner

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Ein Appell aus dem Gedankenraum

By Food for thought

In der neuen Zeit der Stille öffnet sich ein Gedankenraum.

Eine Einladung, ihn auch zu betreten. Also tatsächlich nachzudenken.

Über das nachstehende Foto habe ich beispielsweise heute (21.3.2020) nachgedacht.

Bondi-Strand, Sydney, Screenshot von der BBC-News-Seite (21.3.2020)

Eine Aufnahme vom Bondi-Strand in Sydney. Weil auf der Südhalbkugel derzeit noch Sommer ist (ca. 27 Grad), wollen die Menschen natürlich baden gehen. Dürfen sie aber nicht mehr. Corona ist auch in Australien angekommen. Social Distancing ist nun angesagt.
Die gesamte Idiotie der aktuellen Debatte, könnte man meinen, zeigt sich in diesem Bild.
Leute, bleibt zuhause, heißt es, haltet Abstand – keep your distance!

Als ob zuhause rumzuhocken gesünder ist, als am Strand spazieren zu gehen oder im Meer zu baden.

Das ist es nicht. Wie heilsam Meeresluft bei Atemwegserkrankungen ist, weiß fast jedes Kind. Das gilt sehr ähnlich natürlich auch für Waldspaziergänge, Besuche im Park und prinzipiell jeden Gang vor die Tür. Deshalb warnen Mediziner bereits vor den negativen Folgen von Ausgangssperren und häuslichem Locked-In. Die Folgen des Bewegungsmangels werden in überfüllten Orthopädie- und Kardiologie-Praxen zu besichtigen sein.

Aus Sydney, wo der Sommer sich langsam verabschiedet, nach Berlin, wo der Winter gerade endet. Die 10 Grad auf dem Thermometer fühlen sich nach viel mehr an. Die Sonne glitzert silbrig in der Frühlingsluft. Ich setzte eine Schutzmaske auf, bevor ich in den Hausflur trete, nehme sie draußen auf der Straße aber wieder ab, darauf bedacht, ausreichend Abstand zu wahren, falls ich unwissentlich bereits Träger der Infektion sein sollte.
Menschen kommen mir entgegen. Manche bewegen sich in schwungvollen Bögen an mir vorbei, zeigen damit, dass sie das Gebot des Social Distancing verstanden haben. Andere rennen wie auf Schienen geradewegs auf mich zu. Ihretwegen weiche ich mehrmals vom Fußweg auf die Fahrbahn aus. Nicht, weil ich mich vor ihnen fürchte, sondern um auch sie vor einer möglichen Ansteckung durch mich zu schützen.
So wandere ich durch mein Viertel, weiche Leuten aus. Leute weichen mir aus. Manche lächeln mir fein zu. Andere wirken ganz bei sich. Wohl schon angekommen in diesem ganz neuen Gedankenraum, der sich dieser Tage eröffnet hat.
Bis auf Lebensmittelgeschäfte ist in Kreuzberg alles zu. Cafés ebenso wie Mode-Boutiquen. Kaum Möglichkeiten also, sich noch durch Konsum abzulenken. Ein sehr pures wie unmittelbares Gefühl. Was brauche ich? Was brauche ich nicht?
Die Berliner brauchen derzeit so viel Toilettenpapier, dass es ab Mittag immer ausverkauft ist. Einen Moment lang spiele ich mit dem Gedanken, in einen Supermarkt zu gehen. Noch ist es kurz vor 12:00. Könnte Glück haben. Wozu?, denke ich dann. Mein Vorrat reicht sicher noch für eine Woche. Aber was tun, wenn ich am Ende der Woche Pech habe und es dann gar keins mehr gibt?
Mit diesen Überlegungen im Kopf ziehe ich weiter und finde mich plötzlich vor einem Friseurladen wieder. Verblüfft blicke ich durchs Fenster hinein. Ein kleiner Laden. Zwölf Personen werden gleichzeitig frisiert. Die Stühle, auf denen sie sitzen, stehen so eng, dass die um sie herumwuselnden Friseure gerade noch durch die Lücken passen.
Ich überlege, mit dem Handy ein Foto zu machen, verwerfe den Gedanken aber sofort. Möchte mich nicht zum Blockwart machen. Allerdings irritiert mich der Anblick so sehr, dass ich beschließe, diesen Text zu schreiben.

Wäre Corona eine buddhistische Gottheit, so würde man sie gewiss zu den zornigen Göttern zählen. Die zornige Göttin Corona möchte uns offenbar zeigen, dass wir unser Verhalten ändern sollen.

Ach ja? Welches Verhalten eigentlich? Und ändern wie?

Kann sein, dass die weltweite Reaktion auf Corona viele fragwürdige Aspekte hat (wie manche Mediziner sagen). Möglich, dass die im Zusammenhang mit Corona auftretende und medial orchestrierte Angst ein Teil der eigentlichen Krankheit ist.
Allerdings sind im Verlauf des heutigen Tages allein in Italien 800 Menschen an Covid-19 gestorben. Dass die Vorhersagen der Virologen überzogen sind, wie größere Teile der deutschen Bevölkerung immer noch glauben, erscheint damit zunehmend abwegig.
Vergleiche mit der schweren Grippewelle 2017/2018 sind kaum noch haltbar. Das Virus SARS-CoV-2 packt wohl heftiger zu.
Trotz einer immer deutlicheren Faktenlage scheint ein grundlegendes Misstrauen gegenüber offiziellen Zahlen und Verlautbarungen derzeit die Schritte mancher Menschen zu lenken. Doch sind Zweifel an der weltweit gleichgeschaltet wirkenden Sprachregelung zu Corona und deren Folgen eine Einladung, Corona-Parties aufzusuchen? Der anarchistische Gegenentwurf als Corona-Punk: Kommt alle zur großen Infektions-Sause?
Klingt extrem, aber viele Menschen denken: Ist mir doch egal, was gerade passiert. Solange ich es nicht sehe, nicht spüre, nicht darunter leide, ist es mir einigermaßen gleichgültig. Und ja, ich hätte das Alles auch gern hinter mir. Allein schon, weil mein Geschäft sonst den Bach runtergeht. Deshalb: Wo geht’s zur großen Ansteckungs-Feier? Dann ist diese Sache hier für mich umso schneller vorbei.

Ähnliche Gedanken hatten Menschen auch zu Zeiten der großen Pestepidemien.

Ein grundsätzlich verständlicher Eskapismus. Wir neigen nunmal zu Ungeduld. Unangenehme Angelegenheiten will man möglichst schnell hinter sich bringen. Und: Was auch immer Corona medizinisch bedeutet – allein der Wirbel darum mit seinen ökonomischen Folgen sorgt für einen Countdown des Schreckens. Als würde dieser Tage eine ganze Gesellschaft zum k.o. hin ausgezählt. Kein Wunder, wenn sich in so einem Moment auch Widerstand regt. Wer kennt nicht den paradoxen Impuls, exakt genau das machen zu wollen, was gerade nicht angebracht, nicht hilfreich, nicht gesund ist?

Doch sind Ungeduld und paradoxe Impulse hilfreich im Kampf gegen Corona?

Ich denke, nicht. Es könnte nämlich sein, dass sämtliche Vorhersagen, die SARS-CoV-2 betreffen, noch untertrieben sind. Weil derzeit niemand das genaue Ausmaß möglicher Verheerungen durch SARS-CoV-2 exakt prognostizieren kann, weil eine Pandemie im schlimmsten Fall Millionen von Toten nach sich ziehen kann – weil diese Möglichkeit nicht auszuschließen ist, so meine auch ich, ist jetzt verantwortliches Handeln jedes Einzelnen gefordert. Bewege Dich so achtsam und vorsichtig wie Du nur kannst, um andere (und damit die Allgemeinheit) vor einer möglichen Ansteckung durch Dich zu schützen – so könnte der kategorische Corona-Imperativ (frei nach Kant) lauten.

Corona? Ist doch nur ein Hype, von doofen Politkern in die Welt gesetzt, um uns die Laune zu verderben, dachten offenbar Menschen in Australien. Zum Beweis ein zweites Foto, aufgenommen am Vortag (also am 20.3.2020). Wieder der Bondi-Strand, eine andere Perspektive:

Bondi-Strand, Sydney, Screenshot von der BBC-News-Seite (20.3.2020)

Zum Zeitpunkt der Aufnahme gab es in Australien bereits über 600 Corona-Infizierte und ein Verbot für Versammlungen im Freien mit mehr als 500 Menschen. Man könnte jetzt anfangen, die Menschen auf dem Foto zu zählen. Doch um die Anzahl geht es mir dabei nicht. Es geht vielmehr um den persönlichen Raum, den jeder Einzelne auf dem Foto einnimmt.

So schön die Lässigkeit auf dem Foto ist. Sie ist unter den gegenwärtigen Bedingungen falsch. Wer das nicht begreift, wird mit Ausgangssperren, abgesperrten Stränden und Wäldern, die nicht mehr betreten werden dürfen, bestraft. Letzteres ist auch falsch. Aber leider das kleinere Übel. Damit uns dies erspart bleibt, hier nun ein Aufruf: Lasst uns unserer Regierung durch verantwortungsvolles Handeln zeigen, dass Ausgangssperren nicht notwendig sind!

In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund!!

Ihr – Otmar Jenner

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