Was heißt hier Leben?

By Food for thought

„Lieber Freund und Mitgefangener“, begann heute die Nachricht eines Freundes an mich, „lass uns feiern …“

Was? Seinen Geburtstag. Online, im Chat, wie er erklärt.

Was sich in meinem Leben geändert habe innerhalb der letzten Wochen, bin ich kürzlich gefragt worden.
Alles. Um es knapp zu sagen. Ich bekomme nun Mails, wo ich als Mitgefangener bezeichnet werde.

Dabei hatte ich doch gedacht, ich wäre frei.

Mein Freund, um dies gleich klarzustellen, hat keinerlei Verbrechen begangen, ist nicht rechtskräftig verurteilt und sitzt daher auch keine Strafe in einem staatlichen Gefängnis ab.
Trotzdem taucht wenige Sätze später in seiner Mail auch der Begriff der „Inhaftierung“ auf. Wieder so, als wäre ich ein Teil davon.

Die Azteken-Göttin “Coatlicue” (“Die mit dem Schlangenrock”): Sie verkörpert, so heißt es, die Ambivalenz zwischen Intimität und Autonomie. Das kann man auch gesamtgesellschaftlich sehen.

Unübersehbar, dass dieser Tage gewisse, vormals selbstverständliche Freiheiten, plötzlich beschnitten sind. Angenommen, es gäbe für mich die Notwendigkeit, mir neue Jeans zu kaufen – schwierig dieser Tage. Die einschlägigen Geschäfte sind geschlossen. Klar, irgendeine Hose würde ich im Bedarfsfall schon noch kriegen. Zur Not im Baumarkt. Ziemlich wahrscheinlich allerdings keine, die mir gefällt. Bei meinem Lieblingscafé sind die Türen verrammelt. Nichtmal Kaffee to go. Kreuzberg im künstlichen Koma. Ein ungewohntes Bild.

Da Ansammlungen von mehr als zwei Menschen in Berlin verboten sind, treffe ich Freunde nur noch einzeln. Das intensiviert immerhin die Gespräche. Seminare musste ich absagen. Für einen Besuch in meiner Praxis braucht man nun einen triftigen Grund. Sehr viel geht jetzt übers Telefon.

Kaum etwas läuft noch, wie zuvor. Die Gegenwart wirkt so neu, dass man denken könnte, sie sei eben erst erfunden worden.

Ich habe meinen Freund dann angerufen, um als Mitgefangener über seine und meine Inhaftierung zu sprechen. „War heute lange draußen“, erklärt er und berichtet von einem ausgedehnten Spaziergang. Zwischen 11 und 15 Uhr sei er von Kreuzberg bis in die östlichen Außenbezirke von Berlin gewandert. „Wunderbar. Bin schnell gegangen, weit gekommen. Herrlich in der Sonne. Im Plänterwald bin ich zufällig in ein riesiges Bärlauchfeld hineingelaufen. Alles duftete plötzlich nach Knoblauch. Magisch. Habe auch die Natur in meiner Stadt plötzlich mit ganz neuen Augen gesehen.“
Ich höre Freude in seiner Stimme und bemerke: „Auf Freigang gewissermaßen.“

Ich kenne Menschen, die Social Distancing sehr ernst nehmen. Im Nachbarhaus etwa wohnt ein junges Ehepaar aus Spanien. Hat seit rund drei Wochen die gemeinsame Wohnung nicht mehr verlassen. Brief- und Paketsendungen wie auch Lebensmittellieferungen müssen als Quarantäne-Maßnahme 24 Stunden vor der Wohnungstür ausharren. Mit Nachbarn kommunizieren die Beiden durch die geschlossene Tür rufend. Nur wenn der Hausflur leer ist, bugsieren sie die Lieferungen hinein.
Das eigentliche Gefängnis dieser Tage ist Angst. Bin ich in der Angelegenheit inhaftiert? Würde ich verneinen. Ich halte es für wahrscheinlich, dass ich mich in naher Zukunft mit dem neuartigen Virus anstecken werde. Angst davor habe ich nicht. Mehr Sorge bereitet mir der verordnete Verlust individueller Bewegungsfreiheiten und der Abbau demokratischer Rechte. Wir werden bald wissen, wie berechtigt diese Sorge ist.

So unbequem Social Distancing wirkt. Ich habe kein ernsthaftes Problem damit. Tatsächlich grüßen mich plötzlich Menschen, die ich nur vom Sehen kenne, aus der Ferne. Und während sie grüßen lächeln sie. Früher rannten sie mich beinahe um, stapften grußlos an mir vorbei, ohne mich dabei anzusehen, und gelächelt haben sie auch nicht.
Der (Fast-) Stillstand im Getriebe der Großstadt sorgt für ganz neue, ungewohnte Freiheiten. Klingt wahrscheinlich seltsam, vielleicht auch wenig einfühlsam, weil ja Menschen unter den aktuellen viralen Folgen leiden.
Doch während es in manchen Bereichen derzeit eng wird, etwa in der eigenen Wohnung, wenn einem die Decke langsam auf den Kopf fällt, so öffnen sich gleichzeitig neue Räume. Und sei es Gedankenräume.
Was will ich? Was brauche ich? Was genieße ich? Was liebe ich? Worauf kann ich verzichten? Was macht mir Angst? Was macht mir Mut? Was macht mir Freude? Worin finde ich Erfüllung?
Die Verlangsamung der Welt erzeugt fast automatisch eine Konzentration auf wesentliche Fragen. Es lichtet sich der Nebel der Ablenkung. Antworten werden wie mit Leuchtschrift sichtbar.
Auch ich wanderte heute durch die Stadt. Erkundungen im neuen Raum der Stille. In manchen Gesichtern glaubte ich, Erkenntnisse zu lesen.
Was heißt hier Leben?, dachte ich.

Steht das Glück vorm Berg und fragt: Soll ich zu dir raufkommen?
Antwortet der Berg: Bleibe, wo du bist! Ich komme runter zu dir!

Auch wenn niemand genau sagen kann, was Leben eigentlich ist – ich fühle, wir haben allen Grund, uns davor zu verneigen.

Ihr – Otmar Jenner

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Ein Appell aus dem Gedankenraum

By Food for thought

In der neuen Zeit der Stille öffnet sich ein Gedankenraum.

Eine Einladung, ihn auch zu betreten. Also tatsächlich nachzudenken.

Über das nachstehende Foto habe ich beispielsweise heute (21.3.2020) nachgedacht.

Bondi-Strand, Sydney, Screenshot von der BBC-News-Seite (21.3.2020)

Eine Aufnahme vom Bondi-Strand in Sydney. Weil auf der Südhalbkugel derzeit noch Sommer ist (ca. 27 Grad), wollen die Menschen natürlich baden gehen. Dürfen sie aber nicht mehr. Corona ist auch in Australien angekommen. Social Distancing ist nun angesagt.
Die gesamte Idiotie der aktuellen Debatte, könnte man meinen, zeigt sich in diesem Bild.
Leute, bleibt zuhause, heißt es, haltet Abstand – keep your distance!

Als ob zuhause rumzuhocken gesünder ist, als am Strand spazieren zu gehen oder im Meer zu baden.

Das ist es nicht. Wie heilsam Meeresluft bei Atemwegserkrankungen ist, weiß fast jedes Kind. Das gilt sehr ähnlich natürlich auch für Waldspaziergänge, Besuche im Park und prinzipiell jeden Gang vor die Tür. Deshalb warnen Mediziner bereits vor den negativen Folgen von Ausgangssperren und häuslichem Locked-In. Die Folgen des Bewegungsmangels werden in überfüllten Orthopädie- und Kardiologie-Praxen zu besichtigen sein.

Aus Sydney, wo der Sommer sich langsam verabschiedet, nach Berlin, wo der Winter gerade endet. Die 10 Grad auf dem Thermometer fühlen sich nach viel mehr an. Die Sonne glitzert silbrig in der Frühlingsluft. Ich setzte eine Schutzmaske auf, bevor ich in den Hausflur trete, nehme sie draußen auf der Straße aber wieder ab, darauf bedacht, ausreichend Abstand zu wahren, falls ich unwissentlich bereits Träger der Infektion sein sollte.
Menschen kommen mir entgegen. Manche bewegen sich in schwungvollen Bögen an mir vorbei, zeigen damit, dass sie das Gebot des Social Distancing verstanden haben. Andere rennen wie auf Schienen geradewegs auf mich zu. Ihretwegen weiche ich mehrmals vom Fußweg auf die Fahrbahn aus. Nicht, weil ich mich vor ihnen fürchte, sondern um auch sie vor einer möglichen Ansteckung durch mich zu schützen.
So wandere ich durch mein Viertel, weiche Leuten aus. Leute weichen mir aus. Manche lächeln mir fein zu. Andere wirken ganz bei sich. Wohl schon angekommen in diesem ganz neuen Gedankenraum, der sich dieser Tage eröffnet hat.
Bis auf Lebensmittelgeschäfte ist in Kreuzberg alles zu. Cafés ebenso wie Mode-Boutiquen. Kaum Möglichkeiten also, sich noch durch Konsum abzulenken. Ein sehr pures wie unmittelbares Gefühl. Was brauche ich? Was brauche ich nicht?
Die Berliner brauchen derzeit so viel Toilettenpapier, dass es ab Mittag immer ausverkauft ist. Einen Moment lang spiele ich mit dem Gedanken, in einen Supermarkt zu gehen. Noch ist es kurz vor 12:00. Könnte Glück haben. Wozu?, denke ich dann. Mein Vorrat reicht sicher noch für eine Woche. Aber was tun, wenn ich am Ende der Woche Pech habe und es dann gar keins mehr gibt?
Mit diesen Überlegungen im Kopf ziehe ich weiter und finde mich plötzlich vor einem Friseurladen wieder. Verblüfft blicke ich durchs Fenster hinein. Ein kleiner Laden. Zwölf Personen werden gleichzeitig frisiert. Die Stühle, auf denen sie sitzen, stehen so eng, dass die um sie herumwuselnden Friseure gerade noch durch die Lücken passen.
Ich überlege, mit dem Handy ein Foto zu machen, verwerfe den Gedanken aber sofort. Möchte mich nicht zum Blockwart machen. Allerdings irritiert mich der Anblick so sehr, dass ich beschließe, diesen Text zu schreiben.

Wäre Corona eine buddhistische Gottheit, so würde man sie gewiss zu den zornigen Göttern zählen. Die zornige Göttin Corona möchte uns offenbar zeigen, dass wir unser Verhalten ändern sollen.

Ach ja? Welches Verhalten eigentlich? Und ändern wie?

Kann sein, dass die weltweite Reaktion auf Corona viele fragwürdige Aspekte hat (wie manche Mediziner sagen). Möglich, dass die im Zusammenhang mit Corona auftretende und medial orchestrierte Angst ein Teil der eigentlichen Krankheit ist.
Allerdings sind im Verlauf des heutigen Tages allein in Italien 800 Menschen an Covid-19 gestorben. Dass die Vorhersagen der Virologen überzogen sind, wie größere Teile der deutschen Bevölkerung immer noch glauben, erscheint damit zunehmend abwegig.
Vergleiche mit der schweren Grippewelle 2017/2018 sind kaum noch haltbar. Das Virus SARS-CoV-2 packt wohl heftiger zu.
Trotz einer immer deutlicheren Faktenlage scheint ein grundlegendes Misstrauen gegenüber offiziellen Zahlen und Verlautbarungen derzeit die Schritte mancher Menschen zu lenken. Doch sind Zweifel an der weltweit gleichgeschaltet wirkenden Sprachregelung zu Corona und deren Folgen eine Einladung, Corona-Parties aufzusuchen? Der anarchistische Gegenentwurf als Corona-Punk: Kommt alle zur großen Infektions-Sause?
Klingt extrem, aber viele Menschen denken: Ist mir doch egal, was gerade passiert. Solange ich es nicht sehe, nicht spüre, nicht darunter leide, ist es mir einigermaßen gleichgültig. Und ja, ich hätte das Alles auch gern hinter mir. Allein schon, weil mein Geschäft sonst den Bach runtergeht. Deshalb: Wo geht’s zur großen Ansteckungs-Feier? Dann ist diese Sache hier für mich umso schneller vorbei.

Ähnliche Gedanken hatten Menschen auch zu Zeiten der großen Pestepidemien.

Ein grundsätzlich verständlicher Eskapismus. Wir neigen nunmal zu Ungeduld. Unangenehme Angelegenheiten will man möglichst schnell hinter sich bringen. Und: Was auch immer Corona medizinisch bedeutet – allein der Wirbel darum mit seinen ökonomischen Folgen sorgt für einen Countdown des Schreckens. Als würde dieser Tage eine ganze Gesellschaft zum k.o. hin ausgezählt. Kein Wunder, wenn sich in so einem Moment auch Widerstand regt. Wer kennt nicht den paradoxen Impuls, exakt genau das machen zu wollen, was gerade nicht angebracht, nicht hilfreich, nicht gesund ist?

Doch sind Ungeduld und paradoxe Impulse hilfreich im Kampf gegen Corona?

Ich denke, nicht. Es könnte nämlich sein, dass sämtliche Vorhersagen, die SARS-CoV-2 betreffen, noch untertrieben sind. Weil derzeit niemand das genaue Ausmaß möglicher Verheerungen durch SARS-CoV-2 exakt prognostizieren kann, weil eine Pandemie im schlimmsten Fall Millionen von Toten nach sich ziehen kann – weil diese Möglichkeit nicht auszuschließen ist, so meine auch ich, ist jetzt verantwortliches Handeln jedes Einzelnen gefordert. Bewege Dich so achtsam und vorsichtig wie Du nur kannst, um andere (und damit die Allgemeinheit) vor einer möglichen Ansteckung durch Dich zu schützen – so könnte der kategorische Corona-Imperativ (frei nach Kant) lauten.

Corona? Ist doch nur ein Hype, von doofen Politkern in die Welt gesetzt, um uns die Laune zu verderben, dachten offenbar Menschen in Australien. Zum Beweis ein zweites Foto, aufgenommen am Vortag (also am 20.3.2020). Wieder der Bondi-Strand, eine andere Perspektive:

Bondi-Strand, Sydney, Screenshot von der BBC-News-Seite (20.3.2020)

Zum Zeitpunkt der Aufnahme gab es in Australien bereits über 600 Corona-Infizierte und ein Verbot für Versammlungen im Freien mit mehr als 500 Menschen. Man könnte jetzt anfangen, die Menschen auf dem Foto zu zählen. Doch um die Anzahl geht es mir dabei nicht. Es geht vielmehr um den persönlichen Raum, den jeder Einzelne auf dem Foto einnimmt.

So schön die Lässigkeit auf dem Foto ist. Sie ist unter den gegenwärtigen Bedingungen falsch. Wer das nicht begreift, wird mit Ausgangssperren, abgesperrten Stränden und Wäldern, die nicht mehr betreten werden dürfen, bestraft. Letzteres ist auch falsch. Aber leider das kleinere Übel. Damit uns dies erspart bleibt, hier nun ein Aufruf: Lasst uns unserer Regierung durch verantwortungsvolles Handeln zeigen, dass Ausgangssperren nicht notwendig sind!

In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund!!

Ihr – Otmar Jenner

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Die Kraft der Stille

By Food for thought

Nur wenige Menschen draußen. Kaum Autos auf der Straße Ungewohnte Stille. Wenn es nicht zynisch klänge: Fast wie Heiligabend in den Stunden vor der Bescherung – so, wie es früher einmal war. Wer sich jetzt noch in der Stadt bewegt, geht zielstrebig, aber ohne erkennbare Hast, doch konzentriert. Blicke gesenkt, wie um auch Augenkontakt zu meiden. Ganz bei sich, in einem Zustand der Verinnerlichung angekommen – könnte man meinen.

Wann ist Bescherung?

Ab 1630 verfielen die Niederländer einem kollektiven Tulpenwahn. Die Zwiebeln wurden zum Liebhaberobjekt. Die Preise stiegen. Angefeuert durch kommerziellen Handel explodierten sie. Und brachen 1637 vollständig ein. Händler rieben sich verwundert die Augen und fragten sich: Worauf hatten wir da gesetzt? Genau: eine Hoffnung, die sich als unbegründet herausgestellt hat. Das Tulpenfieber, die erste geplatzte Spekulationsblase der Weltgeschichte.
Seither blähten sich und platzten weitere fiebrige Blasen. Der Zusammenbruch der Lehmann-Brothers war die Folge einer Blähung, ebenso die aufgebauschte Schweinegrippe- oder SARS-Epidemie.
Wir leben in einer Welt der Blasen. Gerade bläht sich wieder etwas auf, tatsächlich weltweit, und nimmt auf eine atemberaubende Weise Fahrt auf. Folgerichtig in der Twitter-Gesellschaft. Alle zwitschern was, jeder will gehört werden. Das Ergebnis ist ein medialer Tsunami. Nun droht Ausgangssperre.

Ist das die Bescherung?

In Zeiten der Not rücken die Menschen zusammen, heißt es. Das war gestern. In der aktuellen Not sollen die Menschen auseinander rücken. Und das wirkt nicht wie ein heiß ersehntes Geschenk.
„Haltet Abstand!“, mahnen die Virologen und dozieren über die Mathematik der Ansteckung: eine exponentielle Zunahme der Infektion. Nicht aufzuhalten, zu mildern nur durch Verlangsamung, um die Gesundheitssysteme nicht zu überfordern. Eine Kampf auch gegen Kurven und negative Erwartungen.

Keine Ahnung, wie gefährlich das Virus SARS-CoV-2 tatsächlich ist. Darüber streiten sich auch die Mediziner. Unzweifelhaft ist: Sehr viele Menschen fühlen sich in Not. Und dieses Gefühl der Not ist eine Realität. Selbst wenn Angst unangebracht ist – solange sie da ist, ist sie real.

Angenommen, die Ausführungen kritischer Ärzte sind richtig: 10 bis 15 Prozent aller grippalen Infekte sind auf Corona-Viren zurückzuführen und manche Influenza-Wellen der vergangenen Jahre waren viel tödlicher als Covid-19.
Bei der Grippewelle zum Jahreswechsel 2017/2018 starben in Deutschland nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts immerhin 25.100 Menschen. Wenn ich mich richtig erinnere, sind damals allerdings nicht alle Grippalen in die Notaufnahmen gestürmt. So hart das klingt: 2017/2018 wurde also weit weniger Aufhebens um die Möglichkeit des Ablebens durch Grippe gemacht. Die Menschen starben selbstverständlicher, damit auch friedlicher und natürlicher.
Was jetzt zu beobachten ist: Ein technokratisches Auflehnen gegen den Tod. Könnte sein, dass die daran Beteiligten gerade lernen, wie sinnlos und auf Dauer schädlich dies tatsächlich ist. Die Welt im Lockdown. Eine Vollsperrung des täglichen Lebens. An den Folgen wird die Weltwirtschaft jedenfalls noch lange kauen.
Ist das wirklich angemessen?
Angenommen, die kritischen Ärzte habe recht, was wäre die Konsequenz?

Erstens: Alle, die orakelt haben, Corona werde eine der schrecklichsten Epidemien aller Zeiten sein, also eine weltumspannende Pandemie – diese Leute, allen voran die Virologen, können jetzt ja nicht sagen: „Tut uns wirklich leid, wir haben zwar allein durch die Ankündigung dieses Schreckensszenarios Billionen, womöglich Billiarden, an US-Dollars und Euros versenkt, aber, sorry!, ein Irrtum.“
Ein weiterer Nachteil unserer gut vernetzten Zwitschergesellschaft: Wenn ein Irrtum eine gewisse Größe erreicht hat, muss man unbedingt daran festhalten, weil man mit der Wahrheit sonst untergeht. Doch ist die ganze Aufregung ein Irrtum? Geschlossene Grenzen, Quarantäne und sozialer Stillstand – für Nichts?
Das mögen iranische Politiker zunächst wohl auch gedacht haben: Corona? Ein Hype des Westens, die Welle lassen wir besser durchrauschen, verebbt schon von ganz allein. Wenn ich richtig informiert bin, hat sich dies als Fehleinschätzung erwiesen.

Was mich zu Punkt Zwei führt: Dass Zweifel an der angemessenen Einschätzung der Krisen-Handhabung keine Einladung zu verantwortungslosem persönlichem Verhalten sind. Zum Schutz anderer müssen wir jetzt Abstand halten und knappe Ressourcen nicht vorsätzlich weiter verknappen. Der kategorischer Corona-Imperativ.

Das ist es, denke ich, was jeder tun kann. Alles Weitere liegt in einer Art Nebel. Börsen und Börsenprodukte sind inzwischen so kompliziert, dass selbst Insider sie nicht mehr vollständig zu verstehen vermögen. Die Corona-Welle und ihre Begleiterscheinungen sind wahrscheinlich auch so komplex, dass sogar Experten die virale Mechanik im Sinne sozialer Ansteckung und Folgen nicht mehr ermessen können. Daher machen sie irgendwas, um als aktiver Herr der Lage zu erscheinen. Doch dieses Bild ist lediglich vorgegaukelt. Könnte sein, dass sich der Nachhall dieser Erkenntnis als nicht ganz so schöne Bescherung erweisen.
Die Welt, so scheint es, hat eine wachsende Sehnsucht nach Veränderung. Klimawandel, entgleisender Kapitalismus, enthemmter Konsum – wer schimpfte nicht darauf, redete vollmundig über großartige Lösungen und praktizierte doch Ignoranz mittels individueller kleiner Fluchten.
Am Rande der coronaren Erregung tun sich in der Sache vollkommen neue Möglichkeiten auf. Enthemmter Konsum? Derzeit ausgebremst. Kapitalismus? Derzeit auf Crashkurs. Klimawandel? Weil Corona bei uns gelandet ist, bleiben Flugzeuge weltweit am Boden. Wenn das keine CO₂-reduzierende Wirkung hat …
Ich denke, die Sehnsucht nach Veränderung wächst dieser Tage. Könnte sein, dass diese Sehnsucht bald größer ist als die Hoffnung, dass alles beim Alten bleibt.

„Deswegen ist jetzt Corona im Anflug“, hat kürzlich eine Bekannte gemeint.

„Aha?“, erwiderte ich und wies darauf hin, dass in dem Zusammenhang eher von „gelandet“ und „angekommen“ die Rede sein müsse. Den Start der Epidemie hätten wir ja womöglich verschlafen.

„Du bist also auch einer von den Pandemie-Trompetern“, sagte sie daraufhin, lachte und fragte: „Findest du es nicht auffällig? Weltweit werden Menschen immer älter, die Lebensspannen statistisch gesehen immer länger. Die sogenannte Überalterung der Gesellschaft gilt als zentrales Problem von Wohlfahrtsstaaten. Wer soll die Renten der vielen alten Leute bezahlen? Und dann kommt so ein neues Virus und haut wie auf Bestellung bei den Senioren rein. Die Jungen, kann man ja überall lesen, haben mit Corona meistens überhaupt keine Probleme. Ich weiß, klingt zynisch. Aber findest du das etwa nicht auffällig?“

Auffällig in welchem Sinne? Seltsame Zusammentreffen betrachte ich nicht als Einladung, Verschwörungstheorien daraus zu zimmern. Das neue Coronavirus SARS-CoV-2, denke ich, hat niemand absichtlich in die Welt gesetzt. Allein schon deshalb nicht, weil es vor allem denjenigen schadet, denen man in diesem Zusammenhang Interesse an einer Täterschaft andichten könnte. Doch als Beschleuniger notwendigen Wandels, so zynisch dies auch klingen mag, könnte es sich immerhin als hilfreich erweisen.

Eine Stille wie am Heiligabend vor der Bescherung. Wir hocken zuhause zusammen und warten auf den Moment des gegenseitigen Beschenkens?
Was ist das eigentliche Geschenk in dieser Situation?
Schon als Kind liebte ich die Verlangsamung, die bereits in den Morgenstunden des Heiligabend zu beobachten war. Ich stromerte durch die Straßen unseres Viertels und nahm die besondere Stimmung in mich auf. Weil in jenen Jahren meistens Schnee lag, knirschten meine Schritte und eine freudige Erwartung klingelte wie Weihnachtsglocken in meinem Kopf. Heute weiß ich, dass diese Erfahrung die eigentliche schöne Bescherung war.
In Berlin ist plötzlich Frühling. Ein Frühlingsanfang wie ich ihn noch nie erlebt habe. Zu sagen, ich bin davon begeistert ist, falsch. Aber ein frischer Hauch von Aufbruch liegt in der Luft. Und die Nachdenklichkeit und Innerlichkeit, die ich bei anderen Menschen zu bemerken meine, ist sicherlich hilfreich, damit sich auch diese Zeit des Wandels als Geschenk erweist. Könnte sein, dass dies der Anfang einer neuen Achtsamkeit und die Geburtsstunde eines gesünderen Bewusstseins ist.

Ich schreibe dies in der Hoffnung, einen passenden Ton gefunden zu haben. Um die wachsende Not in Krankenhäusern wissend. Voller Mitgefühl für die Heldentaten von Pflegepersonal, MTAs und Ärzten. Ausgezehrt von langen, oft nicht enden wollenden Schichten, müssen sie erkennen, dass die Dienste dieser Tage noch länger werden. Doch das ist eine andere Geschichte.

Ihr – Otmar Jenner

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Wenn einem die Decke auf den Kopf fällt

By Nachrichten

Jetzt online: Spirituelle Medizin gegen Angst und Frustration durch wachsende Isolation.

Wir sind nicht dafür gemacht, wie Einsiedler zu leben. Doch was tun, wenn man gezwungen ist, zu Hause zu bleiben? Was hilft, wenn einem die Decke auf den Kopf fällt?

Die Möglichkeit auf mentaler Ebene Kraft zu tanken, ist dieser Tage wichtiger denn je.

Die Psyche mit Methoden der Spirituellen Medizin vitalisieren. Subtile Energie tanken. Die Begegnung mit sich selbst riskieren. Nutzen Sie die Zeit des forcierten Rückzugs zum geistigen Wachstum.

Das hilft gegen Frustration, Angst und Depression.

Isolation ist Folter. Menschen in Einzelhaft wissen, wie schrecklich das ist. Soziale Isolation droht plötzlich europaweit. Firmen verdonnern Angestellte zum home office. Absonderung als Notwendigkeit im Kampf gegen einen viralen Feind. Und im Schatten der coronaren Erregung grassiert die Unzufriedenheit.
Eine Unzufriedenheit, die sich mit zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheit zur Frustration auswachsen und in Depression münden kann.

In Zeiten des Umbruchs und der Krise ist psychische Stabilität das Wichtigste!

Psychische Stabilität vitalisiert auch körperlich und ermöglicht ruhiges, kalkuliertes Abwägen. Kraft, die aus der Ruhe kommt, wird jetzt gebraucht. Der Wille, die gegenwärtigen Herausforderungen anzunehmen. Ein Einlassen auf den Umbruch.

Anders ausgedrückt: nehmen Sie, liebe Leserin, lieber Leser, Corona sportlich. Erlernen Sie Methoden, die ich als Spirituelle Medizin zusammengefasst und systematisiert habe, um der Ansteckung durch negative Gedankenmuster zu entgehen.

Dies ist jedoch keine Einladung zur Verniedlichung der Gefahr einer Ansteckung mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 und Erkrankung an covid 19. Beachten Sie die Hinweise der Gesundheitsämter und verhalten Sie sich auf eine Weise, die andere Menschen schützt.

Doch zur Erinnerung: wir leben in der friedvollsten Zeit aller Zeiten in Europa. Noch nie zuvor herrschte in dieser Weltgegend so lange Frieden. Das ist schön. Das ist wunderbar. Es erscheint uns normal, was auch schön ist – wenn wir diese Normalität denn zu schätzen wüssten.

Corona ist kein Krieg. Das Corona-Virus breitet sich radikal aus, und das wird Folgen haben für jeden von uns. Damit ist Corona ein anderes Wort für Veränderung und in gewisser Weise auch Optimierung. Durch Corona werden wir lernen, in dicht besiedelten Regionen gesünder und nachhaltiger miteinander umzugehen.
Angenommen, Corona wäre eine Lady gleichen Namens. Derzeit zeigt sie ein furchterregendes Gesicht. Man könnte Angst vor ihr bekommen. Vorübergehend und im Sinne eines Weckrufs ist das durchaus sinnvoll.
Liebe Lady Corona, wir haben Dich ja gehört. Nun gilt es, zu lernen, mit der Lady zu leben.

Die Zeit des Übergangs wird herausfordernd sein, womöglich auch hart werden. Doch wir werden daran wachsen. Und in diesem Bewusstsein gewinnen wir psychische Vitalität und Stabilität.

Spirituelle Medizin, Meditation und die Kunst des positiven Denkens – das sind Heilmittel in Zeiten der Angst und des schnellen Wandels.

Achten Sie auf meine Online-Seminare. Finden Sie Freude an der neuen Innerlichkeit. Wenn die Sonne in uns scheint, wird es selbst im Keller hell. Bleiben Sie dran.

Ihr – Otmar Jenner

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