Schöne neue Monarchie

By Freitag, der 17. April 2020April 30th, 2020Food for thought

Die Krönung hat stattgefunden. La corona (Italienisch/Spanisch/Katalanisch) – die Krone, sie sitzt und passt irgendwie. Zunehmend auf mehr Köpfe der Menschheit. Und die ganze Welt trägt mit. An den Folgen jedenfalls.

Doch ist die Welt nun König und die Menschheit die Königin?

Das darf bezweifelt werden. Für eine gewisse Zeit schien es, als hätte sich der Virologe Christian Drosten vom Robert-Koch-Institut selbst zum Herrscher der Deutungshoheit gekrönt. Dann wurde ihm die Bürde wohl zu schwer und er reichte die Krone an die Kanzlerin weiter. Die regiert nun mit Direktiven wie eine Königin, möchte aber nicht als Hoheit angesprochen werden. Will ja als eine aus dem Volk erscheinen.

Eine seltsame Zeit, in der eine Krönung stattgefunden hat, aber die royalen Verdächtigen nicht König oder Königin genannt werden wollen und auch nicht als solche in Erscheinung zu treten wünschen. Eine seltsame Zeit, die offiziell noch als Demokratie mit vorübergehenden Beschränkungen bezeichnet wird, obgleich womöglich schon eine Form von Feudalismus herrscht.

Das Logo der mexikanischen Corona-Brauerei. Passt so gut zum Text, dass ich es hier verwenden musste. Das Bier kann aber nichts für das Virus. Schmeckt umso köstlicher in diesen königlichen Zeiten.

Aber nein, mein Lieber!, höre ich schon den Widerspruch. Wie kannst du so etwas sagen? Ist zu streng formuliert und geht an der Sachlage vorbei. Falls es dir noch nicht aufgefallen ist, hier herrscht eine Krise, kein Feudalismus. Die Sache mit der Krone ist reine Wortklauberei!

Könnte man meinen. Allerdings sind sich derzeit Protagonisten einig, die sonst bis zum Heftigsten zerstritten sind. Der Iran mit Israel und den USA. Länder wie China, Russland, Marokko, Jordanien, Saudi Arabien, Irak mit Deutschland, Italien, Spanien, England, Australien, Neuseeland. Denn all diese Staaten, autoritär regierte wie demokratisch-administrativ geführte, haben die Freiheit ihrer Bevölkerungen drastisch eingeschränkt. Erhöhte Polizeipräsenz wacht über die Einhaltung der angeordneten Restriktionen. In manchen Ländern ist zusätzlich das Militär aufgefahren. Die Angelegenheit riecht nach einer wahrhaft königlichen Einigung und Vereinigung.

Wer in Deutschland von einem Bundesland in ein anderes reisen will (etwa von Mecklenburg-Vorpommern nach Schleswig-Holstein), dort aber nicht wohnt, wird derzeit (noch) aufgehalten und zur Meldeadresse zurück geschickt, wenn kein triftiger Grund zur Weiterreise vorliegt. Das muss man erlebt haben, um zu wissen, wie es sich anfühlt.
Zwar wird diese strenge Praxis in den kommenden Wochen gelockert werden, doch bedeutet das noch längst keine Rückkehr zu der Zeit vor Covid-19.

Und Demonstrationen gegen diese königlichen Gebote? Öffentliche Versammlungen als gemeinsamer Ausdruck von Protest?
Weil Zusammenkünfte von mehr als zwei Menschen, die nicht Teil einer gemeinsam lebenden Familie sind, derzeit verboten sind, waren auch Demos per Notstandsgesetz untersagt. Bisher. Ein Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht hatte Erfolg.
Doch bedeutet dies, dass sich in der nahen Zukunft Tausende von Menschen vorm Reichstag einfinden können, um gegen politische Entscheidungen zu protestieren?
Eher nicht. Ein kleines Häufchen von fünfzig, vielleicht auch hundert Personen wird wohl das Recht zu öffentlichen Unmutsäußerungen zugestanden werden. Doch bedeutet dies eine Rückkehr zur funktionierenden Demokratie?
Um der Weiterverbreitung von Covid-19 zu begegnen werden immer größere Teile der Bevölkerung getestet. In Kombination mit Smartphone-Apps, die Bewegungsprofile liefern, erlaubt dies zunehmend genauere Aussagen über den Fortgang der Pandemie. Dies ist aus epidemiologischer Sicht sinnvoll, wenn nicht notwendig. Aber es steht im Widerspruch zur Demokratie. Oder habe ich da etwas missverstanden?

Genau: Es hat eine Krönung stattgefunden.

La corona, die Krone wird nun ständig weitergereicht. Von einem zum nächsten, schneller und noch schneller. Doch wer hält bei diesem Gewusel eigentlich das Zepter in der Hand? Amazon-Gründer Jeff Bezos? Microsoft-Gründer Bill Gates? Die Inhaber von Netflix? Mark Zuckerberg mit Facebook? Der Konzern Apple? Der US-Pharma-Rise Johnson & Johnson? Sein Konkurrent Pfizer?

Sie halten ihre Hand jedenfalls weit auf. Doch sind sie als Krisengewinner die eigentlichen Dirigenten? Jeder von ihnen trägt ein Zepter. Die Krone wollen sie nicht. Die wird weitergereicht. Weiter und immer weiter. Vielleicht gehört sich das so in dieser neuen schönen Monarchie.

Genießen Sie die königliche Ruhe! Bleiben Sie gesund!

Ihr – Otmar Jenner

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