Was hat das mit uns zu tun?

By Montag, der 13. April 2020April 16th, 2020Food for thought

Ein Bekannter von mir, ich nenne ihn hier Ralf, bekommt Fieber, trockenen Husten, zeitweise auch Schüttelfrost. Die typischen Symptome.
Wie zu erwarten: SARS-CoV-2 positiv.

Das war vor zwei Wochen. Meinem Bekannten geht es inzwischen wieder gut. Er hat keine Symptome mehr.
Ralfs Frau und seine beiden Kinder, eins davon ein Kleinkind, bekamen keine Symptome, wurden aber auch getestet. Ergebnis: negativ.
„Dass meine Familie sich nicht bei mir angesteckt hat, kann eigentlich gar nicht sein, wenn man den Epidemiologen und ihren Darstellungen zur Infektiosität von Corona glauben darf“, wundert sich Ralf.

Ein weiterer Bekannter von mir, hier Klaus genannt, war schon vor rund vier Wochen Corona-positiv getestet worden. Weil er sich gesund fühlte und seine Quarantäne beenden wollte, ließ er sich vor wenigen Tagen zum zweiten Mal testen – wieder positiv, also noch immer. Auch das ist atypisch, denn es passt nicht zur angeblich maximalen Dauer von 14 Tagen, in der Infizierte ansteckend bleiben.

Ich weiß, diese Geschichte ist schon kompliziert genug, aber sie geht noch weiter: Klaus weiß, an welchem Abend bei welcher Person er sich infiziert hat. Mit dabei ein Kollege, der sich zeitgleich ebenfalls angesteckt hat. Dieser Kollege bekam vor vier Wochen leichte Symptome, die zunächst abzuklingen schienen, sich aber plötzlich so verschlimmerten, dass eine Notaufnahme im Krankenhaus erforderlich wurde. Zuvor hatte er seinen Vater angesteckt. Beide liegen nun zeitgleich auf der Intensivstation. Der Vater wird über einen Luftröhrenschnitt künstlich beatmet. Der Zustand von beiden soll kritisch sein.

Der mikroskopische Feind kommt näher.

Wann habe ich zum ersten Mal gedacht, dass das neue Corona-Virus auch mich betreffen könnte? Wahrscheinlich bereits im Dezember 2019. Doch der Gedanke blieb zu der Zeit nebulös – selbst als sich die schlechten Nachrichten aus China häuften. Dann überschlugen sich die Schreckensmeldungen aus Italien. Ich kenne Betroffene, hörte von Horror-Erlebnissen. Wieder die Frage: Was hat das mit mir zu tun? Die Antwort: weiterhin unklar.

Zwischen dem Robert-Koch-Institut (RKI) und dem Bundesverband Deutscher Pathologen (BDP) ist ein Streit entbrannt. Das RKI hatte von Obduktionen sogenannter Corona-Toter abgeraten. Der BDP widersprach vehement. „Aus den Obduktionen“ der Toten „können wir lernen, wie wir die Lebenden besser behandeln. Dazu müssen wir wissen: Was ist wesentlich für den Tod verantwortlich gewesen? Wir sprechen zwar über Covid-19-Tote, und das ist auch nicht ganz falsch. Aber durch Covid wird möglicherweise ein aus anderen Gründen bereits drohender Tod vorverlegt.“

Was wird hier wie vorlegt?

Die gängige Praxis zur Feststellung der Sterbeursache derzeit ist sehr einfach: Wenn ein Mensch Corona-positiv getestet ist und stirbt, gilt er als Covid-Toter. Warum und woran auch immer er tatsächlich zu diesem Zeitpunkt aus dem Leben geschieden ist.

Was ist gefährlicher, fragte auch ich mich noch vor einer Woche, Covid-19 oder die mediale Aufregung darum? Ich weiß auch heute keine Antwort darauf, außer der, dass offenbar beides sehr ungesund ist. Abzulesen an den beiden folgenden Grafiken (The Economist):

Sterberate im Großraum Madrid im ersten Quartal 2020. Quelle: “The Economist”, 4. – 10. April, Seite 73

Hier die Rate für den selben Zeitraum in einer Kleinstadt in der Region Bergamo:

Sterberate in der norditalienischen Kleinstadt Nembro im ersten Quartal 2020. Quelle: “The Economist”, 4. – 10. April, Seite 73

Die erste Grafik zeigt die Sterberate im Großraum Madrid für das erste Quartal dieses Jahres. Die zweite bildet die Sterberate für den gleichen Zeitraum in einer Kleinstadt in der Region Bergamo in Norditalien ab. Die schwarze Linie zeigt jeweils die für 2020 zu erwartende Sterberate – errechnet aus den gemittelten Todesfällen der letzten Vorjahre in der Zeit vom Jahresbeginn bis ende März. Die tatsächlichen Todesfälle sind als hellrosa Kurve abzulesen. Diese Kurve verläuft mal oberhalb mal unterhalb der zu erwartenden Sterberate, aber immer nahe daran. Klar gibt es Abweichungen, gestorben wird nunmal nicht erwartungsgemäß.

Dies ändert sich mit der Ankunft von Corona. Innerhalb von wenigen Tagen verdreifacht sich im Großraum Madrid die Sterberate (einschließlich der Covid-19-Fälle, dunkelrosa). In der italienischen Kleinstadt Nembro vervielfacht sie sich sogar noch mehr. Rund 11.500 Einwohner – wie aus heiterem Himmel vom Blitz getroffen.

Meine Lebensrealität verändert sich derzeit rasant. Jedoch nicht zum Schlechteren. Im Gegenteil und so seltsam das klingt: Ich genieße die Tage im beruhigten Berlin. Inzwischen lächeln die Menschen sogar mehr. Fehlt es ihnen und mir an Fantasie, sich die kommende Not vorzustellen? Offenbar.
Der Ostersonntag beschenkte Berlin mit strahlender Sonne und sommerlichen 24 Grad. Ich ging auf das Tempelhofer Feld, um etwas Sport zu machen, dabei sehr auf Abstand zu anderen Besuchern bedacht. Die Mehrheit verhielt sich, als gäbe es keinen Grund zur Sorge. Dicht an dicht sonnten sich teilweise die Leute. Haben sie womöglich recht mit dieser unbedarften Haltung?
Was man nicht sehen, nicht hören, nicht riechen, nicht schmecken, nicht greifen kann, wirkt abstrakt. Bis man all das plötzlich kann. Und dann wie von Sinnen ist.

“Out of my mind”, hat mir ein Freund aus New York geschrieben, fühle er sich derzeit.

Was soll ich ihm aus der Ferne antworten? Gibt es überhaupt etwas, das ich zur Beruhigung sagen kann?

Dass dies eine schicksalhafte Wende ist? Dass die Welt meiner Meinung nach jetzt umdenken wird? Dass Veränderungen immer ihren Preis haben? Dass man sich nicht gegen die Möglichkeit des eigenen Todes auflehnen sollte? Dass ich keine Angst vor dem Tod habe? Dass es ein Segen ist, Teil eines überfälligen Wandels zu sein, und dass das Frühjahr 2020 den Beginn dieses Wandels markiert? Dass ich jeden Tag davon genieße? Dass ich diese Tag intensiver und bewusster erlebe als die Monate zuvor? Dass ich mich mit mir selbst im Einklang fühle wie lange nicht?

All das und mehr habe ich ihm schließlich bei einem Anruf am Telefon gesagt. Ich hörte ihn weinen am anderen Ende. Und fühlte mich miserabel.

Was sagen die abgebildeten Grafiken über Covid-19 aus? Jedenfalls nicht, dass die Krankheit so harmlos ist, wie viele es gern hätten. Auch nicht, dass man demnächst zur Tagesordnung zurückkehren kann, als wäre nichts gewesen. Das ist auch gut so. Und bleibt hoffentlich, selbst wenn sich doch noch herausstellen sollte, dass vor allem die virale Aufgeregtheit für die Engpässe in den Krankenhäusern und hohen Sterberaten infolge verantwortlich war.

Bleiben sie gesund!

Ihr – Otmar Jenner

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