Trauma & Traumaablösung 6.

By Mittwoch, der 20. November 2019 Nachrichten

Der Schutzraum besteht, denn Therapeuten/innen (T) haben ihre Haltung gegenüber Klienten/innen (K)  wie bereits beschrieben geklärt (Abstinenz, Gleichschwebende Aufmerksamkeit, Geschlechtsneutralität, kein emotionales Eigeninteresse).

Nun zum Ablauf einer Sitzung mit Traumaablösung.

A. Der Weg dahin im Vorgespräch:

  1. K hat ein Problem und berichtet davon. Der Grund nämlich, warum K überhaupt in die Praxis von T kommt.
  2. Da nicht alle Probleme auf Traumatisierungen beruhen, ist T gefordert, im Gespräch mit K herauszufinden, ob dessen (wie auch immer geartetes) Problem die Folge einer Traumatisierung ist.  Wenn ja besteht die Möglichkeit einer kürzlich gemachten Erfahrung von Horror, also nicht integrierten Entsetzens, oder die Möglichkeit einer weit zurückliegenden seelischen Verletzung (vielleicht in der Kindheit erlitten).
  3. T fragt K daraufhin gezielt nach einschneidenden, schmerzhaften Erfahrungen (seelischen wie körperlichen).
  4. An Ks Reaktionen (starker emotionaler Ausdruck, drastische verbale Beschreibung oder, im Gegenteil, fast Teilnahmslosigkeit, wie neben sich stehend, Apathie) kann T ablesen, wie gravierend, die von K erlebte Traumatisierungen sind und ob eine Traumaablösung in diesem Fall sinnvoll ist.  
  5. Wenn dies zu Bejahen ist, erklärt T den Sinn einer weiteren Arbeit an diesem Trauma (mit dem Ziel, es aufzulösen / Trauma-Exploration und -Intervention) und beschreibt K das weitere Vorgehen.
  6. Wenn K damit einverstanden ist und dies gegenüber T ausdrücklich erklärt, können die weiteren Schritte der Traumaablösung erfolgen.

B. Weitere Vorarbeit (Ein Anker, ein Trauma, ein Test):

  1. Einen positiven Anker finden: T bittet K, sich an eine sehr schöne Lebenserfahrung zu erinnern, also an einen Moment der Freude und Kraft.
  2. T bittet K, diesen Moment sehr genau zu beschreiben und sich dabei szenisch in Erinnerung zu rufen (wie in einem Kurzfilm): der positive Anker.
  3. Auch T speichert den positiven Anker in seinem Gedächtnis, um ihn jederzeit bei K setzen zu können. Dann nämlich, wenn das Rekapitulieren negativer Erfahrungen bei der Traumaablösung K zu überfordern scheint und die Behandlung zu entgleisen droht (was ich selbst bei keiner derartigen Behandlung bisher erlebt habe, aber dennoch für möglich halte).
  4. Das Trauma isolieren: T kommt nun auf die bereits von K erwähnten einschneidenden und schmerzhaften Erfahrungen zurück und bittet K, die schmerzhafteste zu benennen.
  5. Kinesiologische Testung des Traumas: T bittet K, sich hinzustellen und den linken Arm auszustrecken. T drückt nun für 2 bis 3 Sekunden mit zunehmender Intensität auf Ks Handgelenk und bittet K, dagegen zu halten. Es geht nicht darum, wer der Stärkere ist, sondern vielmehr um die muskuläre Antwort von K auf den steigenden Druck, den T ausübt. T merkt sich Ks Impuls.
  6. Nun spricht T zu K: „Ich kann mit Dir testen.“ Und wiederholt den Druck auf Ks Handgelenk am ausgestreckten Arm. Ks Impuls darf nicht deutlich schwächer ausfallen, denn das wäre ein Nein.
  7. In dem Fall müsste das Verfahren einige Minuten später wiederholt werden, dann an Ks anderem, also dem rechten Arm.
  8. Falls eine weitere Testung jedoch sofort möglich ist, sagt T zu K: „Ihr Trauma ist zu über 50 Prozent aktiv“.
  9. Falls K daraufhin kraftvoll dagegen hält, was einem Ja entspricht, so wiederholt T die Testung bei K, sagt nun aber: „Ihr Trauma ist zu über 70 Prozent aktiv.“ Falls daraufhin wieder ein Ja kommt, kann die Testung mit „90 Prozent“ wiederholt werden. Falls bereits „50 Prozent“ schwach beantwortet wurden, also mit einem Nein, wäre herauszufinden, ob es ein Wert über oder unter 30 Prozent ist. Denn unter 30 Prozent ist so schwach, dass diese „Resttraumatisierung“ womöglich nicht mit einer Traumaablösung in zu lösen ist.
  10. Für die weitere Arbeit am Trauma ist es notwendig, dass T wie auch K den getesteten Aktivwert des Traumas im Gedächtnis behalten, um später den Behandlungserfolg bemessen zu können (auch wenn gar nicht vollständig beschreibbar ist, was genau dieser Aktivwert eigentlich bemisst, denn er ist eine Größe des Unterbewusstseins).
  11. Da Exploration und Intervention bei der Traumaablösung mechanische Aspekte beinhalten, müssen spätestens jetzt mögliche medizinische Ausschlusskriterien für eine derartige Behandlung erhoben sein: eine Neigung zu Glasknochen etwa oder Osteoporose, eine Tumorerkrankung im Bauch oder Brustraum, Herzschrittmacher, etc. Dann müsste C ausgelassen werden und mit der Verfahren unter D weiter gearbeitet werden. 

C. Exploration und Intervention auf der Behandlungsliege: Also für K im Liegen, während T an einer Seite sitzt (idealerweise auf einem Rollhocker wie ihn Orthopäden benutzen). Denn es nähert sich der Moment der eigentlichen Prozedur der Traumaablösung. Sämtliche gleich erfolgenden Schritte sollten K zuvor jedoch knapp und präzise erklärt werden.

  1. Sobald K ausgestreckt mit dem Rücken auf der Behandlungsliege liegt (und der weitere Ablauf kommuniziert ist), platziert T die eine Hand auf Ks  Brustbein (Herzchakra) und die andere Hand auf Ks Bauch (Solarplexus). Wie gesagt: so positioniert, dass die Fingerspitzen von Ts Hand auf dem Herzchakra direkt nach oben, also in Richtung von Ks Kopf weisen, während Ts Hand am Solarplexus so liegt, dass die Fingerspitzen zu einer Körperseite weisen, nicht aber in Richtung der Füße von K. Diese Positionierung der Hände ist wichtig, um eine mögliche Ausrichtung auf Geschlechtsteile zu vermeiden. Falls K weiblich ist und T männlich, kann auch K ihre Hände an den entsprechenden eigenen Körperstellen auflegen, woraufhin T seine Hände dann auf Ks legen würde. Ks Hände würden damit eine Art Puffer bilden (was für Frauen gegenüber männlichen T oft als Schutz empfunden wird. Zur Erinnerung: Der Schutzraum im Sinne von belastbarer Vertrauensbildung ist zentral wichtig für den Erfolg einer Behandlung).
  2. T bittet K nun, beide Augen zu schließen und sich möglichst genau an die erlebte und erlittene Traumatisierung zu erinnern (visuell, akustisch, olfaktorisch, taktil. Kurz: sichtbar, hörbar, riechbar, fühlbar) und dabei tief ein- und auszuatmen.
  3. T folgt mit seinen Händen dem Heben und Senken von Ks Brustkorb während ein, zwei von Ks Atemzügen, um sich dann auf Ks Ausatmen zu konzentrieren und langsam einen wachsenden Druck auf Ks Brustkorb und Bauch auszuüben.
  4. T hat womöglich das Empfinden, K im Innersten zu berühren, als würden Ts Hände in Ks Körper hinein wandern, um dort einen tief verborgenen Schmerz zu greifen. Ich behaupte: Ein solches Empfinden ist bei dieser Methodik keinesfalls so irrational wie es klingt, sondern durchaus plausibel. Denn durch die absichtsvolle und bewusste Erinnerung von K an eine tief sitzende Verletzung und die hinzukommende Absicht von T, genau diese Verletzung, nun wahrscheinlich auch von T spürbare innere, nämlich charakterpanzerliche Verhärtung von K, zu lösen – genau dadurch ergibt sich die sogenannte Exploration des Traumas. Nämlich die Möglichkeit, dieses direkt zu spüren. T wird dabei wahrscheinlich eine Art Kribbeln in den Händen wahrnehmen. Doch sollte dies für T nicht wahrnehmbar sein, so bedeutet das nicht, dass das Verfahren für T als Ausführenden nicht geeignet ist.
  5. Im Moment größter Intensität, was auch einen erhöhten mechanischen Druck und den Moment Intervention bedeutet, hebt T beide Hände vom Körper von K und klatscht einmal oder mehrmals in die Hände. Dies ist ein Signal an das Unterbewusstsein von K. Es bedeutet: Jetzt ist es vollbracht, das Trauma gelöst. Das Händeklatschen kann so laut sein, dass sich K leicht erschrickt. Auch wenn dies nicht als angenehm empfunden wird, so ist es doch hilfreich. Denn umso tiefer findet die Traumaablösung Eingang ins Unterbewusstsein.
  6. Gleich darauf macht T mit einer oder beiden Händen eine Streichbewegung etwa 10 bis 20 Zentimeter oberhalb von Ks Körper. Beginnend am Solarplexus in Richtung Kopf und bis über den Kopf hinaus. Auch wenn es seltsam klingt: Damit streicht T die Trauma-Energie aus dem Körper von K. Unbedingt: ohne die geringste körperliche Berührung.
  7. Gerade jetzt sollte K die Augen unbedingt geschlossen halten. Ein Öffnen der Augen würde K  durch Außenwahrnehmung von der Innenwahrnehmung ablenken wodurch der Release-Effekt der Traumaablösung womöglich übersehen oder  vielmehr „überfühlt“ werden würde. Sollte der Release-Effekt von K nicht sofort wahrgenommen werden, so bedeutet das nicht, dass die Traumaablösung misslungen ist. Der Release-Effekt kommt häufig in Wellen. Bei einigen Menschen in sanften Wellen, bei anderen machtvoll. Bei manchen so machtvoll, dass K Angst bekommt und T beruhigend auf K einreden sollte.
  8. Falls beruhigendes Zureden nicht hilft, sollte der Anker gesetzt werden. T erinnert K dann an den Anker und bittet K, für einige Minuten an nichts anderes mehr zu denken als an diese schöne Vorstellung.
  9. Der Release-Effekt ist am treffendsten als Energiewelle beschreibbar. Von K selbst spürbar, aber auch von T wahrnehmbar. Als Energiewelle, die von K ausgehend in Ts Feld (Aura) rollt, schwappt, strömt und sich bei jeder Traumaablösung unterschiedlich anfühlt. Hin und wieder kommt die Welle mit einer Verzögerung, tritt also der Release-Effekt erst nach ein, höchstens zwei Minuten ein. Es gilt für T also diese Zeit abzuwarten.
  10. Ohnehin ist es hilfreich, wenn K nach der Prozedur der Traumaablösung (Trauma-Exploration und -Intervention) einige Minuten ungestört ruht.

D. Stimulierung der Hirn-Hemisphären und Trauma-Release-Add-On durch geleitete Augenbewegung: T hilft K nun, sich von der Liege aufzurichten und in eine sitzende Haltung zu begeben. Entweder auf einen bereit stehenden Stuhl oder seitlich auf die Behandlungsliege, T zugewandt.

  1. T bittet K nun, mit den Augen auf die Fingerspitze seines Zeigefingers zu blicken (ob hierbei der Finger von Ts rechter oder linker Hand zum Einsatz kommt, spielt keine Rolle). Daraufhin hebt T die Hand mit dem ausgestreckten Zeigefinger so vor Ks Gesicht, dass K etwa aus einer Entfernung von 50 bis 80 Zentimetern auf Ts Fingerkuppe blicken kann.
  2. T bittet K nun, nochmals an das eben abgelöste Trauma zu denken (ohne jedoch in die Vorstellung davon im Sinne szenischen Erlebens einzutauchen).
  3. Um direkt nach dieser Erklärung mit dem Zeigefinger vor Ks Gesicht eine liegende Acht in die Luft zu zeichnen. Wieder und immer wieder. Etwa für die Dauer von einer Minute bis eineinhalb Minuten. So große Achten, also mit einer so weiträumigen Bewegung von T vor Ks Augen, dass Ks Augen an die äußersten Blickränder wandern, nicht aber darüber hinaus, damit K der Fingerbewegung von T mit beiden Augen folgen kann. Und gerade so schnell, dass bei K keine ruckartigen Augenbewegungen auftreten, sondern ein gleichmäßig wanderndes Nachblicken möglich ist. Der Sinn dieser wahrscheinlich seltsam anmutenden Handlung von T: Durch die Verknüpfung beider Augen mit unterschiedlichen Hemisphären des Gehirns werden die linke und die rechte Hirnhälfte harmonisiert. Weil eine Traumatisierung nicht in beiden Hemisphären gleichermaßen bewahrt wird und damit aktiv bleibt, sorgt die so geleitete Augenbewegung für ein Abfließen eines destruktiven Gedächtnisstaus auf einer Seite (wahrscheinlich der rechten Hirn-Hemisphäre – doch dies ist noch zu unzureichend erforscht, um als faktisch zu gelten).
  4. Dann lässt T die Hand sinken und fragt K nun nach aktuellen Empfindungen, das eben gelöste Trauma betreffend. Mögliche Antworten von K: „Fühlt sich etwas besser.“ – „Fühle mich erleichtert.“ – „Da hat sich was gelöst.“ – „Ein Stein ist weg.“ – „Fühle mich viel weicher.“ – „Kann nicht genau sagen, was ist. Fühlt sich aber anders an.“ – „Weiß nicht, kann’s nicht einschätzen.“
  5. In jedem Fall wiederholt T nun das in Punkt 3 (D) beschriebene Malen der Acht vor Ks Gesicht. Und im Anschluss Punkt 4 (D). Insgesamt wird dies fünf bis sieben Mal so praktiziert.
  6. Danach braucht K eine Pause von bis zu fünf Minuten Länge.

E. Abschließende kinesiologische Testung der verbliebenen Trauma-Aktivität:

  1. Weiter wie in B 5 bis 9 beschrieben.
  2. Wenn der „Aktivwert“  des abgelösten Traumas nun noch 30 Prozent übersteigt, sollte eine weitere Folge-Sitzung zu einem späteren Termin vereinbart werden, um das gesamte, bis hierhin beschriebene Verfahren zu wiederholen.

F. Abschließendes Gespräch: K zieht eine Bilanz der Erfahrung, beschreibt die gegenwärtige Stimmung. T gibt seinerseits ein Feedback und teilt eigene Eindrücke mit, sofern sie in einem direkten Zusammenhang zur geleisteten therapeutischen Arbeit stehen.

Sämtliche, in diesem Artikel dargestellten Aspekte werden in weiteren Artikeln ausführlich und vertiefend beschrieben.Bleiben Sie weiter dran!

Ihr – Otmar Jenner

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