Trauma & Traumaablösung 2.

By Mittwoch, der 6. November 2019 November 12th, 2019 Nachrichten

Nicht wenige Menschen sitzen mit dem Lebensbeginn ganz schön in der Klemme. Das ist wörtlich gemeint. Die Klemme folgt der Schönheit wie der Schatten dem Licht. Erst ruht das knospende Menschlein in ozeanischen Gefilden, und sein Raum ist weit – das ist schön. Oder weniger schön, wenn in dieser herrlichen, tragenden, ozeanischen Weite bereits störende, wenn nicht feindliche Impulse zu spüren sind.

Was für Impulse das sein können? Eine Depression der Mutter beispielsweise, über die Nabelschnur ins Gemüt des Kindes gespült. Die Angst der Mutter. Ablehnung der Schwangerschaft durch die Mutter. 

Angenommen, die Mutter freut sich über die Schwangerschaft, sie trägt ihr Kind mit Hingabe aus, freut sich auf dessen Geburt und ist im Reinen mit sich und ihren anderen Umständen – angenommen also, die Schwangerschaft verläuft in kindlichem Sinne ideal, so wird es mit zunehmender Reifung doch eng. Zunächst angenehm eng wie bei einer sanften Umarmung, dann weniger angenehm eng wie bei einer festen Umarmung, schließlich zerquetschend eng.

Ach, wie gut, könnte man jetzt denken, dass es Kaiserschnitte gibt. Sectio und nichts wie raus. Dann bleiben dem Kind die zerquetschenden Höllen erspart und die Mutter kann den Qualen der Austreibung sanft entschlafen. Einer der Gründe, warum Schnittentbindungen immer populärer werden – und ein durchaus verständlicher dazu. Mit allem Respekt gegenüber weiblicher Deutungshoheit in dieser Sache wage ich dennoch zu bemerken, dass eine derartige Verkürzung des evolutionär gewachsenen und erprobten biologischen Prozesses der Geburt prinzipiell nicht ideal ist im Sinne des Kindeswohls.

Anders ausgedrückt: Selbst eine ideale Kaiserschnittgeburt, gleichbedeutend mit einer sanften Entnahme des Kindes aus dem mütterlichen Leib unter dem Einsatz aller segensreichen Erfindungen modernster Geburtsmedizin – selbst dies bewirkt eine Traumatisierung des Kindes.

Warum? Vielleicht, weil nach der Erfahrung intrauteriner Weite die Erfahrung zunehmender Enge sinnvoll ist. Und weil mit der finalen Erlösung nach extremer Enge eine für das weitere Leben zentrale und damit vitale Erfahrung gemacht wird. Wem diese Erfahrung genommen wird, erfährt einen Mangel. Und dieser Mangel ist womöglich größer als bisher angenommen. Traumatisierend groß nämlich.

Eine andere Variante ist allerdings nicht weniger traumatisierend: Festsitzen im Geburtskanal. Es geht nicht vor und nicht zurück. Aus quälenden Minuten werden marternde Stunden. Wenn dann die Herztöne runtergehen, könnte eine Sectio segensreich sein. Falls es dafür bereits zu spät ist, kommen Saugglocke oder Zange zum Einsatz. Ein Segen womöglich, dass es diese Instrumente in der Not gibt. Doch das Ergebnis ist eine Traumatisierung. Wahrscheinlich von Mutter und Kind.

Oder die ersten Wochen nach der Geburt. Das Baby schreit, weil ihm bei der Austreibung die Halsknorpel ausgerenkt wurden. Müsste ein sehr erfahrener Osteopath richten, doch niemand kommt auf die Idee. Was wird daraus? Wahrscheinlich ein Trauma. Kann sein, dass es lebenslang nachwirkt.

Nicht zu reden vom biographischen Nachhall einer Steißgeburt, drohender Strangulierung durch die Nabelschnur um den Hals und anderen Nahtoderlebnissen auf dem Weg ins Leben. Oder Schwierigkeiten beim Stillen nach einer vergleichsweise entspannten Ankunft. Nur ein kleiner Teil der Menschheit beginnt die eigene Biographie unverletzt. Nicht zuletzt, weil moderne Menschen von ihren eigenen innersten Wissen um Lebensprozesse entkoppelt sind und voller Angst und wie verloren neben machtvollen Prozessen wie der Geburt stehen. Das Ergebnis ist eine aus Unwissenheit und innerster Entfremdung geborene zivilisatorische Massenentgleisung mit der Tendenz zu tief greifenden seelischen Verletzungen. Auch Trauma genannt. Und darum geht es hier: psychische Traumen im Sinne von Verwundungen der Seele, ausgelöst durch großen mentalen Stress oder körperliche Schmerzen, meistens jedoch beides in Kombination, woraus sich die Erfahrung katastrophaler Bedrohung, Hilflosigkeit und Ohnmacht ergibt. Die Folge ist eine seelische Erschütterung mit den Nachbeben der Bestürzung.

Dies gilt nicht zuletzt für Traumatisierungen im Zuge der Geburt, also belastende Erfahrungen im vorsprachlichen Erlebnisraum. Alle weiteren, später erworbenen seelischen Verwundungen knüpfen gewissermaßen dort an. Oder werden vielmehr unterbewusst verknüpft.

Prinzipiell wachsen Menschen an Hindernissen, wozu auch Verwundungen gehören. Manchen Menschen gelingt ein Wachstum durch Krisen jedoch nicht ohne fremde Hilfe. Ohne Impulse von Außen können sie eine Verletzung nicht in Erkenntnis und damit Reifung der Persönlichkeit verwandeln. Diese Menschen sind daher gewissermaßen Gefangene eines tief sitzenden Schmerzes. Sie würden sich gern befreien, finden aber aus eigener Kraft keinen Weg in die Freiheit. Die Konsequenz ist gelebte Unfreiheit.

Genau dort setzt die Methodik der Traumaablösung an. Das therapeutische Ziel lautet: Unfreiheit in Freiheit zu verwandeln.

Mehr dazu im nächsten Beitrag …

Bleiben Sie weiter dran!

Ihr – Otmar Jenner

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